September 2004

it’s raining cats and dogs

als jemand, der regenschirme unsympathisch findet, habe ich mich gelegentlichen kleinen regenschauern schon abgefunden. irgendwo unterstehen oder halt ein bisschen nass werden, passt schon… ja, aber da hab ich noch keinen new-york-regen gekannt. der regen an und für sich ist ja “normal”, heute war er vielleicht etwas stärker (ist das jeanne????).
durch den wind, der immer durch die häuserschluchten fegt, regnet es aber zeitweise von unten nach oben, deshalb sind diese ganzen schirmträger ja von vorne herein traurige gestalten…
das wirklich gemeine sind aber die gehsteigkanten. normale höhe ist in new york irgendwo zwischen 10 und 40 zentimeter. nur weiß man bei regen nie, wo dazwischen, den unebene straßen voller rinnen und löcher sind hier normal. (bin schon gespannt wie das ist, wenn ich mein fahrrad endlich habe.)
so kann es schon vorkommen, dass man beim überqueren einer straße zweimal in 10-cm-pfützen landet, oder bei abfälligen straßen in einen kleinen amazonas gerät.
nachdem man innerhalb von 1,5 minuten regen sowieso “waschelnass” ist, kann man sich den restlichen nachhauseweg wie gene kelly fühlen.

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apartment - diesmal wirklich!

ach ja, fast hätte ich es vergessen.
am samstag wird gesiedelt!!!! wohne nun in der 97th str/madison also fast direkt am central park.
mit zwei österreicherinnen (eine aus gniebing und die andere aus dornbirn).
fotos von der wohnung kommen bald.

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das ist brooklyn

seit zwei wochen wohnt im apartment unter mir labrador-welpe brooklyn.
ist grade mal 2 monate alt und der superstar im haus.


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birthday

montags geburtstag feiern ist nicht wirklich eine gute idee, also hab ich gleich am samstag begonnen. da sind alle in feierlaune. nachdem ich von meinem roommates ein superdeftiges südstaatenessen serviert bekommen habe (bohnen louisina style, reis und maisbrot), ging’s los ins east village. ende september ist es hier so warm, dass man die ganze nacht ärmellos draußen sitzen kann. wie im sommer, auf den österreich heuer den ganzen sommer gewartet hat.
nachdem ich nun ganz mutig schon einige offene biere probiert habe, kann ich nur sagen: die schmecken alle nicht besonders gut. ein nettes schaumkrönchen gibt’s sowieso nicht.
von der gemütlichen village-bar boa (oder wars doch bua? - ist für mich hier nämlich ein riesenproblem im getümmel der ganzen bars, cafés und restaurants, aus denen das village eigentlich besteht, die ganzen namen und locations zu behalten) aus startet die suche nach einem passenden tanzlokal. nach drei nieten findet wir das richtige (name leider vergessen, problembeschreibung siehe voriger satz.)
so toll es auch ist, dass die subway rund um die uhr fährt, man muss trotzdem ganz schön lange warten, wenn man im zug eingeschlafen ist und ein paar stationen zu spät aus dem tiefschlaf aufwacht. wieder retour….
nach 3 erholsamen stunden schlaf mach ich mich am sonntag vormittag daran einen brotkranz und einen apfelstrudel zu backen. für mein central-park-geburtstagspicknick. so weit so gut, bis mir der ofen einen streich spielt.
dank der selbstreinigungsautomatik (sowas kann doch gar nicht funktionieren) haben ein paar tropfen flüssigkeit vom apfelstrudel, die auf den ofenboden getropft sind, soviel rauch verursacht, dass der feueralarm im haus losging.
gut. jetzt waren wenigstens die meisten im haus munter.
das picknick im park war dafür sehr erholsam. sonnenschein und temperaturen wie im sommer.
zum abschluss der mehrtägigen geburtstagsfeierlichkeiten hab ich meinen arbeitskollegen einen apfelstrudel mitgebracht. die ernähren sich tagtäglich ja nur von take-away-sachen. revanchiert haben sie sich mit einer cupcake-und-cookie-feier mit geburtstagsständchen.
abends hab ich meine neuen roommates besucht, um festzustellen, dass eine von ihnen auch heute geburtstag hat. wie groß ist wohl die wahrscheinlichkeit als oststeirerin in manhattan eine oststeirerin als roommate zu haben, die am gleichen tag geburtstag hat?
zum abschluss haben wir uns noch “skycaptain and the world of tomorrow” im kino angesehen.
alles in allem: ein tolles geburtstagswochenende!

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ipod nation

man sieht sie überall. vielleicht nur wenn man ein auge dafür hat, aber das hab ich ganz bestimmt. ipods. nun ja der ipod selbst versteckt sich in der jackentasche oder dem rucksack, aber die weißen kopfhörer, die verraten alles - das erkennungszeichen der sekte.

der mit abstand erfolgreichste mp3-player gehört auch zu den teuersten, hat aber außer dem abspielen von musik, dem anzeigen von adressen und notizen und einigen spielen nichts anzubieten. dennoch: mit marketing und design kann man alles verkaufen. da braucht man nur mich anzusehen: ich fresse apple ja aus der hand ;) am leichtesten versteht man den hype wahrscheinlich, wenn man diesen film ansieht:
http://www.apple.com/ipod/ads/
und wenn man sich nun endlich seine dollars beisammen hat und ein sündhaft teures ding aus weißem kunststoff und einem clickwheel kauft und zum ersten mal die weißen kopfhörer “anstöpselt”, dann geht es erst so richtig los. keine minute kann man auf ihn verzichten, man verbringt stunden damit die ganze musiksammlung einzuspielen zu ordnen und playlisten zu erstellen, aber: nie wieder cds kaufen (wer das halt noch gemacht hat zumindest) und nie mehr diese hässlichen “selbstgebrannten” herumliegen haben, bei denen man nie weiß was oben ist, weil man viel zu faul war, sie zu beschriften.
alles ist auf einmal gut und so einfach und man fragt sich wie man jemals ohne ausgekommen ist.
hört sich vielleicht alles etwas brainwashed an, oder?

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ein letztes mal apartment??

war heute ein zimmer anschauen. upper east. bei zwei österreicherinnen. eine sogar aus der oststeiermark - gniebing. und ein block vom park.
wenn das nix wird, krieg ich die krise. hab diesen monat sowieso nur mit zimmeranschauen verbracht.
etwas später:
kleiner nachtrag.
war grade mit meinen zwei roommates was trinken. sie wollten mir innerhalb von einer stunde alle bars in greenpoint zeigen.
dazu haben sie mir immer ein großes bier hingestellt und wollten, dass ich ganz schnell austrinke. irgendwie scheint hier mehr kohlensäure drin zu sein, weil ich wusste gar nicht mehr wohin damit.
naja, jetzt denkt ihr: ist die blöd…
aber irgendwie war das ziemlich lustig.
sie haben mir dann noch alabama-dialekt beigebracht, aber das hab ich dann nicht mehr geschnallt.
soweit so nett.
aber: ICH WILL NACH MANHATTAN!!!
zu CARRIE!!!!

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christina und joey

der rosa-flauschi-teppich ist ja vergangenheit, da ich mein zimmer getauscht habe. wandle nun auf einem holzfußboden, der sich unter dem rosa flauschi versteckt hatte. glänzt wie ein babypopo. aber ich will ja viel lieber in manhattan wohnen. ich hab einen spinner diesbezüglich.
hab ein zimmer gesehen so halb in harlem, aber noch “ungefährlich” bei zwei total süßen typen. einer ist sänger (nebenbei auch backgroundsänger von christina aguilera) und der andere schauspieler (so eine art joey, nur intelligent - scheint mir halt so).
naja. war heute superfein essen im west village. meiner meinung nach die coolste wohngegend, hab mir mittlerweile alles angeschaut. so cool wie east village (bars, restaurants) aber halt nicht so versifft. als ich gestern im east village war - abends - hat vor mir ein sandler bei einem zaun stehend die hose runter gelassen und seine große notdurft verrichtet. das ist sogar mir zuviel. finde es ja schon absolut das letzte wenn ich einen mauer oder laternenpinkler sehe.
arbeit ist grade klasse. architektur-website. mal was schwieriges. die wollen nämlich alles und doch “reduziert”.

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how to find the right apartment

ja, wenn ich das nur wüsste…
hatte gestern wieder das vergnügen in die tiefen und abgründe der new yorker apartmentwelt zu blicken.
wenn die roommates nett sind, ist die lage blöd, wenn die lage super ist, ist der roommate ein 40-jähriger, oder das zimmer ist ein besserer wandverschlag und der vermieter schläft im wohnzimmer oder man erwartet jeden moment kakerlaken.
man weiß erst wie gut man es mit seinem zimmer hat, wenn man andere sieht…

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catfood

ich hab im deli um die ecke vöslauer ohne gefunden.
angeblich gibts das hier auch in den berühmten 1-dollar-shops. die liebe ich ja. da kann man sich dann einen kaufrausch leisten ;) vielen dank für die cds bis jetzt. endlich wieder a gescheite mucke!!!!
bin von delikatess-katzenfutter (mein letztes projekt) nun auf eine coole architekten-website “versetzt” worden.
die sind hier ganz zufrieden mit mir. und mit gefällt es auch. voll entspanntes 8-stunden-arbeiten. bin ich gar nicht mehr gewohnt ;) wetter war die woche leider schlecht. ein bisschen regen. sehr viel bewölkt. was natürlich nicht heißt, dass es nicht schwül ist. humsy ist es hier immer. immer. immer.
ciao ihr lieben….

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annoncen richtig lesen….

wer schon mal ein zimmer in manhattan gesucht hat, weiß was qualen sind…
die wohl beste anlaufstelle ist craigslist (newyork.craigslist.org)
hier muss man einfach fündig werden. der unbedarfte und naive österreicher tappt hier aber gleich in so manche falle.
1. geheimsprache. nichts ist so wie es scheint. unter folgenden codewörtern verstecken sich die unschönen seiten einer wohnung.
DECENT - bedeutet übersetzt zwar schon “klein und bescheiden”, gemeint ist aber “so klein, dass man eine lupe braucht”
LIVELY NEIGHBORHOOD - hier gehts tag und nacht zu wie in der hölle.
QUIET - etwas besser. aber nichts zum meditieren.
FUN ROOMMATES - die schmeißen jede nacht eine party bis 5 uhr in der früh
CLEAN - wir putzen nur das notwendigste
NOT A NEAT-FREAK - bin ein schweinderl
BRIGHT - ohne elektrisches licht findest du in diesem zimmer nicht mal zur tür hinaus
SUNNY - die sonne lacht dir nur im hochsommer und zu mittag ins zimmer hinein
CLOSE TO THE SUBWAY/PARK/… - du kannst ein schönes stück laufen…
GREAT ROOM - super gefährliche beschreibung. hier kann alles schiefgehen (durchgangszimmer, kein fenster, keine luftzufuhr, kakerlaken…)
ROOF ACCESS - hört sich natürlich super an. wohnen mit dachterrasse. gemeint ist in 95% der fälle eine schwindlige leiter aufs dach, wo man in den seltensten fällen einen campingtisch hinstellen kann bzw. die umliegenden klimaanlagen krach machen

2. du bist nicht allein
sollte man nun doch einmal ein zimmer entdeckt haben, welches halbwegs ok ist, kann man damit rechnen 100 konkurrenten zu haben. die chancen als unbezahlter praktikant (und nur 8 monate im land) das zimmer zu kriegen gehen natürlich gleich gegen null.

3. sicherheit
dass die meisten vermieter first, last und deposit (also drei monatsmieten im voraus) von einem untermieter haben wollen, kann man ja noch nachvollziehen. schwierig wird es erst, wenn man vorher fragebögen ausfüllen muss: “trinkst du leitungswasser?”, “welchen ernährungsstil hast du (vegetarier, veganer, makrobiotiker, frutarier oder fleischfresser)?”, “benutzt die parfum? welches? wann? wie oft?”, “deine lieblings-tv-sendung (fangfrage?)”, “wie viele personen kommen dich besuchen wochentags/am wochenende bzw. bleiben über nacht wochentags/am wochenende?”, etc. etc. etc.

mein lieblings-apartment findet man hier: http://newyork.craigslist.org/about/best/nyc/40254801.html

nun ja, vielleicht übertreibe ich hie und da ;)

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