October 9th, 2004

das neue apartment

letzten samstag bin ich nun eingezogen. war ganz schoen anstrengend, da ich im 5. stock wohne (dafuer kann ich von der feuerleiter schoen auf die strasse und den park - ja man sieht ihn! - blicken). meine mitbewohnerin sind reingard und bettina, zwei lehrerinnen aus oesterreich (reingard ist sogar aus gniebing, also waschechte steirerin), die hier an public highschools unterrichten. bettina ist schon das dritte jahr hier und hat einiges an new-york-erfahrung.
mein zimmer ist natuerlich kleiner als das riesending in brooklyn, aber wie oft bin ich denn schon da? dafuer gibts nun ein wohnzimmer mit fernseher. fuer was man hier kabel braucht versteh ich nicht, denn alles gute hab ich auch ohne kabel: monday night football, sex and the city, csi normal, miami and nyc (ja das gibts hier!!!), friends, usw. und zum fernsehen komm ich nur selten.
sonntags war ich dann auch gleich mal im central park joggen. ich habs zumindest versucht und mich bald bei schnellem spazierengehen eingependelt.
heute abend hab ich dann auch gleich mal den waschsalon (laundromat) gegenueber ausprobiert. macht irgendwie spass. waehrend dem waschen kann man noch in die wohnung und was machen und wenn der trockner laeuft kann man unten fernsehen oder zeitung lesen. (ein waschgang dauert nur 30 minuten, supersauber wird das nicht und der stoff und die farben schauen nach dreimal ny-waschen ungefaehr so aus wie nach 20mal daheim waschen)
abends war ich einmal beim centralpark spazieren. entlang der fifth avenue findet man hier die teureren apartment-haeuser. die mit den kleinen vordaechern beim eingang und einem doorman. auf der anderen seite der strasse beim park liegen dafuer die obdachlosen auf den baenken.
rein theoretisch wohne ich schon in spanish harlem (beginnt nach 96th street, ich wohne in der 97th), aber laut bettina wird das wohngebiet hier verschoenert, die apartments renoviert und alles wird somit bald teurer werden.
fuer das naechste wochenende habe ich das metropolitan museum eingeplant. ist zu fuss nur 10 minuten entfernt.
so nett brooklyn auch war, richtig new york ist fuer mich irgendwie nur manhattan.

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swipe again

die new yorker ubahn hat ihre besonderheiten, aber wenn man mal das system von local und express trains heraussen hat, ist es einfach, weil die zuege entweder uptown oder downtown fahren oder eben richtung brooklyn oder queens. ganz besonders liebe ich ja die drehkreuze (was ich aber nicht mit allen new yorker gemein habe). um das drehkreuz passieren zu koennen, muss man seine metrocard durch ein lesegeraet ziehen, dann sieht man schon das “go” in gruenen buchstaben aufleuchten und los geht’s. allerdings muss man das in der richtigen geschwindigkeit machen. ungeuebte touristen “swipen” meist zu langsam und dann blinkt das allerseits beliebte “swipe again” auf und nichts geht. besonders viele freunde macht man sich da in der rush hour, wenn hinter einem eine ganze schlange von gestressten new yorkern steht. manchmal gibt’s auch schwierigkeiten, wenn die karte einen knick hat. fuer mich ist es schon zum ritual geworden.
wenn ich eine subway-station betrete, freue ich mich schon auf das “swipen”.

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