November 2004

endlich. endlich. was unglaubliches….

dieser montag fängt eigentlich ganz normal an. (ich hab mir jetzt vorgenommen nur in der gegenwart zu schreiben, ist das gut? bitte kommentare) also: ein ganz normaler montag. die post bringt mir zu mittag meine neuesten bücher von amazon. ein kochbuch von anthony bourdain und ein buch über seine kulinarische weltreise. darauf hab ich schon gewartet. anthony bourdain ist einfach toll. der mann versteht was vom essen. und vom schreiben auch. perfekt. ich bin glücklich.

am abend treffe ich mich mit hannes und shawn. hannes will unbedingt in die coyote ugly bar. naja. gut. auf der theke tanzende barfrauen - nyc-besucher sollen ihren spaß haben. leider lässt mich der typ beim eingang nicht rein. weil ich keine seine bevorzugten ids bereithabe, nur meinen int. studentenausweis. mein alternativ-vorschlag: the corner bistro in greenwich village, die haben superburger (hatte bis jetzt nur nie das vergnügen auch einen zu essen, weil die schlange für die tische immer superlang ist). wir haben glück. genug platz und die burger werden schon auf den grill gelegt.

gott sei dank hab ich mein bier noch nicht gekriegt, weil es wäre mir jetzt grade aus der hand gefallen: wer sitzt denn da an der bar? ist das mein idol? der kochgott? der shakespeare der kochbuchschreiber? mr. boeuf bourguignon und crème brulée? anthony bourdain???!? JA!!!! was mach ich nur, was mach ich nur? gott sei dank kommt mein bier, ein schluck schafft klarheit. ich borge mir einen kuli und los zu monsieur bourdain. “oh, are you mr. bourdain? would you sign this book? i am your biggest fan!!!!!” (na ist das jetzt zufall, dass ich das buch gerade mithab? schicksal? ein zeichen? hallo orakel! soll ich das mit dem designen lassen und wieder kochen?)

auf jeden fall signiert der unheimlich nette mr. bourdain mein neues kochbuch und macht auch noch eine zeichnung. ich bin zu perplex um noch eine sinnvolle frage zu stellen. außerdem ist er in begleitung. aber ich hab jetzt ein autogramm in meinem neuen lieblingskochbuch. sorry jamie, du bist trotzdem noch toll, aber nur mehr nr. 2!

was ist so toll an anthony bourdain? er schreibt über essen und kochen genauso, wie ich es gerne tun würde. genauso wie es eben auch ist. dass das einfache einfach gut schmeckt, dass man überall hervorragendes essen finden kann. was beim kochen wichtig ist (gute zutaten, ein gutes messer und ein vernünftiges mise en place (also, dass alles was man braucht, bereit steht - das ganze ist momentan in meiner küche noch nicht so perfekt - dean + deluca… ich komme!)

außerdem hat er ein restaurant in manhattan: les halles und da werde ich bald mal hingehen….

ist nyc nicht unglaublich? sowas passiert nur hier! ich hab ja schon damit gerechnet, dass heidi klum einmal vor mir in der schlange bei dean + deluca steht oder dass david bowie neben mir im restaurant balthazar eines dieser sagenhaften bananen-ricotta-törtchen isst ;) aber anthony bourdain treffen…. das ist cool!


new york

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der rest vom wochenende…

freitag fenstertag. und ein wunderschöner noch dazu. die ganze truppe trifft sich in der nähe von lindas büro (51st und 3av) zum lunch, weil die arme leider arbeiten muss. danach geht’s los richtung un-headquarters (muss man auch mal gesehen haben) und gleich daneben steht ja dieses unglaublich hohe trumpgebäude. angeblich ein apartment-haus. wer will denn bitte da wohnen? ist ja wie ausgestorben dort. da muss man für eine bagel ja ein taxi nehmen. aber wahrscheinlich haben die besitzer solcher apartments andere sorgen…. (aber ich schweife ab).

nächster zwischenstopp: brooklyn bridge. mit dabei mein neuestes spielzeug, die videokamera. funktioniert prima. die noch etwas kameraschüchternen sprechen ihre ersten sätze in die linse. und ganz klassisch touristisch filme ich den sonnenuntergang bei der freiheitsstatue… (danke hannes und heath, dass ihr die schon etwas träge nyc-runde zum sightseeing motiviert habt…) die meiste zeit hab ich aber keine ahnung, was ich filmen soll. ist ja toll, da hab ich jetzt endlich meine kamera und keine ahnung, wie ich meine fünf neuen mini-dv-kassetten voll kriegen soll. geht es steven soderbergh auch manchmal so?

von der brooklyn bridge zu einer anderen sehenswürdigkeit: century 21, new yorks best kept secret… ja, genau. jeder tourist kennt die bude (bekannt für billige designerschnäppchen). und ich mag sie überhaupt nicht. von mir aus kann carrie da einkaufen bis sie umfällt. wahrscheinlich liegt meine antipathie darin, dass ich nie ein schnäppchen finde! ist so ein dünner fetzen von jean-paul gaultier (bei dem ich vorher überlegen muss, wo oben und unten und innen und außen ist) um 250 dollar ein schäppchen? und alles, was echt mal billig ist, sieht furchtbar aus. für juliane finden wir aber einen schönen mantel. ich gehe wie erwartet leer aus. die männer rotieren draußen schon. also verschieben wir weiteres shopping auf später. nach einem turkey-restlessen bei mir, ziehen wir in unseren momentanen stammclub. das plaid. (un)glücklicherweise mit open bar.
samstag vormittag. ich muss mal ausschlafen. bis ich es zum treffpunkt staten island ferry schaffe, ist es halb zwei. hannes hat schon wieder das mega sightseeing-programm abgespult. unverwüstlich diese touristen.

auf der fähre ist es wie immer windig, aber halt einmalig schön. diese skyline!
danach chinatown. vorbei an tollen gemüse- und obstständen und ekelerregenden restaurantschaufenstern, wo die hühner im ganzen gegrillt mit dem kopf nach unten hängen, oder alle möglichen eingeweide ihren käufer suchen. nach einem supergünstigen vietnamesichen essen (es sieht gut aus und ich denke nicht weiter über die zutaten nach ;) beschließen wir: kino. endlich mal was relaxtes… der film: national treasure. nicolas cage (wird auch nicht mehr jünger) jagt irgendeinen schatz. indiana jones in manhattan. in etwa so. ganz ok, wenn man action, schatzsucherei, geheimcodes und sean bean als bösewicht mag.

wir schleppen unsere müden knochen noch in eine hell’s kitchen bar (gleich in der nähe, wo ich arbeite) und dann beschließen 4 der 6 unverwüstlichen den abend noch im diner ausklingen zu lassen. das heißt dann pancakes mit bacon und sirup. und das um 3 uhr morgens… bis mich der der crosstownbus an die eastside zurückbringt ist es 4.

der absatz vom sonntag ist ein kurzer. ich hab ihn nämlich verschlafen. grade mal eine runde joggen ist das highlight des tages.
ein schönes wochenende ist zu ende. und wenn sony so spendabel wäre, ein firewirekabel zur kamera dazuzulegen, könnte ich euch schon mit videobeiträgen erfreuen (aus blog wird vlog - der videolog).

new york

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happy thanksgiving

es heißt früh aufstehen. 6.30 uhr. denn die thanksgiving-parade von macys fängt um 9 uhr an und um gute plätze zu haben, muss man früh dort sein. zumindest laut juliane, die mir am vorabend folgende nachricht auf der mailbox hinterlassen hat. “wir treffen uns um 7.30. für dich 7. weil du kommst immer zu spät.” hmmm. da hat sie leider recht. über meine in nyc aufgekommenen probleme mit der pünktlichkeit schreibe ich ein anderes mal.
ok. also bis um 8 habe ich es dann mit dem crosstown-bus bis zur upper westside geschafft. juliane, shawn (ihr mann), heath (der freund der beiden) und ich stehen ganz gut bei der 72 st und central park west.
und da kommen sie schon dahergeschwebt. riesige aufgeblasene figuren, die je nach größe von 10-20 leuten mit seilen stabilisiert werden. dazu gibt es noch einige themenwagen mit kleinen bühnen, figuren und promis. leider mir unbekannte promis. wahrscheinlich so mittel-bekannte tv-schauspieler. da verliert man ja schnell mal den überblick.
die macys parade ist natürlich was ganz besonderes für familien. und amerikanische mütter und väter lieben es für ihre kinder kommentator zu spielen: “oh, look this is grover! - and here comes kermit! - oh, have you seen spongebob? - look at chicken little! - oh - ah - oho”
ich bin ja auch noch ein “kid at heart”, also war die parade für mich supertoll. aber was ist thanksgiving ohne turkey? ich hab die ganze runde (hannes und linda sind jetzt auch dazugestoßen) zu mir zum thanksgiving essen eingeladen. glücklicherweise kriegen wir noch einen turkey. ist ein riesending, obwohl wir wir nur den brustteil genommen haben (also ohne haxerl und flügerl).
nachdem ich die ganze combo im wohnzimmer mit bier und knabberzeug und diversen reparaturaufträgen (für die männer: glühbirne auswechseln, wlan reparieren,…) ruhiggestellt habe, kann ich mich aufs kochen konzentrieren. ich überlege eine weile, ob ich den guten turkey traditionell (also stuffed und wie ein brathendl) zubereiten soll, was lange dauern kann, oder doch lieber schnell: mit ricotta und spinat gefüllte bruststücke überbacken mit mozzarella. italien siegt. also gibt’s die schnellvariante. weiters am menü: karotten-ingwer-suppe (war etwas schwierig ohne pürierstab (ich muss mein eqipment vervollständigen)), dann eben der turkey mit jamie-gemüse (also zucchini, tomaten, karotten, paprika, stangensellerie, oliven, rote zwiebel in olivenöl und weißwein geschmort), mashed potatoes (ein herzlicher dank an juliane!) und als dessert früchtecrumble.
alles in allem dauert das kochen doch lange, aber die hungrige meute ist zufrieden. nachdem wir alle vom “ich kann mich nicht mehr bewegen”-stadium ins “es geht schon wieder besser”-stadium gelangt sind, beschließen wir noch fortzugehen. wir sind auf der gästeliste für einen club. muss man also ausnutzen.
endlich angekommen in der eiseskälte (ich wieder zu spät, aber damit wurde gerechnet): club ist zu. falsches datum. verzweifelte suche nach einem anderen club. schließlich resignation in einer rodeo-bar. nichts ist los. thankgiving ist anscheinend so wie heiliger abend bei uns. niemand geht weg.
so einsam und ruhig hab ich die stadt noch nicht gesehen. eigenartiges gefühl. die müdigkeit steigt und alle wollen nur mehr heim. aber das essen war gut!

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what a day…

mittwoch, der letzte arbeitstag vor dem großen thanksgiving-wochenende. und was für ein tag. gleich am vormittag: ich kriege meine videokamera! ein geschenk von meinen zwei chefs, michael und vas. als ausgleich dafür, dass ich die ersten monate hier nichts verdiene. (für technisch-interessierte: eine sony dcr-pc350e)
da fängt ja gleich das große regisseusen-herz zu schlagen an. drehbuch-ideen sammeln sich im kopf und ich sehe meine lieben new york freunde schon als leichen im central park herumliegen (nur im film natürlich).
danach hab ich mir zwei stunden frei genommen um endlich meine wallende haarpracht zu dezimieren. (eigentlich wollte ich das ja als haarmodel machen. hab mich da bei einer hairstylisten-academy beworben und bin auch genommen worden. problem: der ehestmögliche termin ist im februar. so lange kann ich nun nicht warten.)
so hab ich nun das undenkbare gewagt: ein fremder friseur. und zu einem der tollen kann ich natürlich nicht gehen. viel zu teuer. also hab ich den ratschlag von luba befolgt und bin zu ihrer neuen friseurin gleich um die ecke von der arbeit.
jackie. naja, also gut. ich hab nicht viel verstanden, was sie mir da so von gesunden haaren und pflegeprodukten erzählt hat, aber sie ist ganz nett. irgendwie kam sie mir esoterisch vor. bin mit meinen haaren ja empfindlich. und vor dem schneiden hab ich schon fast meinen nervösen hautausschlag bekommen vor lauter angst. nach dem waschen hat sie gleich mal mit einem höllenspeed losgeschnipselt. krise!!! was tut die frau? naja, laut ihrer auskunft war das nur der vorschnitt und dann wird geföhnt und alles schön geschnitten. aha. cool. also, dann war ich mal mutig und hab abgewartet. zu guter letzt war das ergebnis ganz ok. 50 dollar. naja. wie daheim. freu mich schon auf meine zeit als haarmodel.
und was ist sonst noch passiert: endlich besuch aus österreich. hannes ist da. am abend sind wir mit reingard ins musical. fiddler on the roof (mein wunschmusical) war leider zu teuer (man muss glück haben mit den billigen karten), deshalb haben wir uns lieber mel brooks “the producers” angesehen. ein klamauk, sehr lustig und kurzweilig aber auch nicht mehr. ich würde sagen eine mischung aus “a chorus line” und “space balls”. kann ihr euch das vorstellen?
dann noch ein sprung in mo’s bar. und nun: langes wochenende.

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wie konnten mir u2 das nur antun?

mundpropaganda. wo ist die denn, wenn man sie braucht? u2 haben gestern ein konzert neben der brooklyn bridge gegeben, aber so gut wie niemand hat es gewusst. wer glück hatte, war gerade zufällig dort, sonst eben nicht. 3000 leute haben das gratiskonzert gesehen, alle anderen erst wie ich heute in den nachrichten.
jetzt war ich noch immer bei keinem u2-konzert. sie machen es einem aber auch wirklich nicht einfach.

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ich im moma

the museum of modern art. eine institution. und am samstag war die große eröffnung nach jahrelangem umbau. da der eintritt auf unerhörte 20 dollar gestiegen ist, wollte ich die chance nützen, am eröffnungstag gratis reinzukommen. das haben sich natürlich auch tausende andere gedacht. silvana und ich waren schon um 9 uhr dort. trotzdem war schon eine schlange, die so lange war wie der ganze block. um 10 waren wir dann endlich drinnen.
ich kenn das alte moma nicht, also kann ich über die veraenderung nicht viel sagen. der ganze bau vermittelt viel raum und licht. nichts aufdringliches, alles sehr zurückhaltend, aber das entspricht voll und ganz den anforderungen. trotz der menschenmassen des ersten tages konnte man sich wunderbar frei bewegen.
zu sehen waren alles klassiker: van gogh (mein liebling) warhol, oldenburg, rosenquist, picasso, monet, jasper johns, kandinsky, yves klein, mondrian, designobjekte von apple, eine vespa, thonet-stuehle, architekturprojekte von moma-architekt yoshio taniguchi, fotografien von andreas gursky und cindy sherman und vieles, vieles mehr.
alles sehr schoen und beeindruckend. leider hat mir der kunstvermittelnde teil etwas gefehlt. kann man heute in einem museum einfach die objekte hinhaengen und das war es? was machen leute, die sich nicht so gut auskennen und trotzdem etwas erfahren wollen?
nach drei stunden durchmarschieren waren wir k.o. und haben uns ein koestliches meatball marinara sandwich bei subway geholt. auf dem weg dorthin sind wir an der nun mehr als doppelt so langen schlange vorbeimaschiert. wieder mal glück gehabt. und hier das moma als onlinemuseum. für alle, die nicht so schnell vorbeischauen können:

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herumlaufen

ich bin manchmal ganz gerne alleine unterwegs. herumlaufen, nachdenken, zeit für sich haben. nur allein bin ich hier ganz selten (von den menschenmassen, mit denen ich durch die straßen wandle einmal abgesehen). ich wohne in einer wg, arbeite und abends mache ich meistens mit freunden was. das ist ja auch schön, aber heute (nach der sehr schönen thanksgiving-orgie) hatte ich genug und bin statt mit der subway zu fahren den ganzen weg von der 50th str bis zu mir heim (97th str) zu fuß gegangen.
und was habe ich da nachgedacht! über weihnachten (was mach ich da nur?), einkaufen (alles ist teuer und ich hab wenig geld), das drehbuch (wir drehen ja einen film, nur haben wir noch keine story), family und freunde (oh, wie ich die vermisse!), tiere in nyc (diese armen pferde müssen diese blöden touristen den ganzen tag durch die stadt karren), die arbeit (wie soll ich morgen innerhalb von 4 stunden einen neuen entwurf zaubern?), essen (ich esse viel zu viel und hoffentlich ist thanksgiving bald vorbei) und noch einige andere sachen…
so ein spaziergang mit sich selbst zahlt sich also aus… damit ihr auch was davon habt: hier einige fotos von den beindruckend schönen schaufenstern von bergdorf goodman….

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my first turkey

nachdem mir manhattan eh schon auf den kopf fällt und ich schon etwas city-sick bin, habe ich mich heute morgen schon auf meinen besuch bei luba gefreut, die mich zu einem pre-thanksgiving-brunch nach long island eingeladen hat. nach einer kurzen reise mit dem zug war ich in little neck. klein und ruhig mit aneinandergereihten ein- und zweifamilienhäusern. ich bin etwas früher gekommen, weil ich versprochen hatte, zum dessert crème brulée zu machen. und was es davor gab, war sagenhaft: stuffed turkey, sweet potatoes mit banana and pecan nuts, stuffed eggs, couscous, mushroom sauce, pumpkin, cranberries, apple pie… das beste essen, das ich bis jetzt hier drüben bekommen habe. mmmh! und das draufgabe: vin chaud. also das war ein super glühwein muss ich sagen. dachte schon, ich werde sowas den ganzen winter nicht sehen. der crème brulée haben wir im garten hinterm haus den letzten schliff verpasst: die karamellschicht (wichtig! siehe amelie) und zwar mit dem bunsenbrenner von lubas dad. gleich hinter dem garten fängt ein wald an. sehr schön! waldluft. habe ich seit monaten nicht mehr gehabt. vielleicht schaffe ich es ja nächstes wochenende nochmal der großen stadt zu entfliehen.

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brooklyn

silvana wohnt in brooklyn. und ja ich gebe es zu, ich finde es eben cool in manhattan zu leben. aber brooklyn kann schon auch ganz cool sein. gestern abend war ich bei silvana. zuerst haben wir uns mir ihren roommates college football angesehen. ganz traditionell mit chips und bier. und dann sind wir noch in die bar um die ecke. ein super gemütliches lokal mit sofas und großen polsterstühlen und….. platz! ja, platz gibt es in manhattan nicht soviel. umso entspannter habe ich mich da in brooklyn gefühlt. in vielen manhattan bars und restaurants ist alles dicht gedrängt. vielleicht erklärt sich dadurch auch diese dating-kultur. wenn die menschen immer so aneinanderkleben gehen halt die hormone mit ihnen durch. hmm?
auch sind in brooklyn die getränkepreise billiger und die kellnerinnen netter.
so hat alles seine vorzüge…

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fashion. bitte nein!

ich bin ja kein modemensch (fashion victim heißt das). ich habs gerne bequem und das möglichst in blau, beige oder schwarz. zum einkaufen verleitet werde ich auch nicht so richtig, da auf dem weg vom apartment zur arbeit keine geschäfte für kleidung und schuhe sind.
ich musste mich letztens sogar zwingen was schickes zu kaufen, da ich nun wirklich nicht mehr fortgehtauglich war. da habe nun ganz günstig so einen poncho aus chiffon (ich glaube so heißt das) in op-art erstanden. schaut auch gut aus. aber bis ich den gefunden hatte. da lobe ich mir ja gap. hier kann ich reingehen, eine runde drehen und hab alles was ich brauche, leider ist es halt auch dementsprechend teuer und ich muss warten, bis es die teile eben beim sale gibt. die qual eines outletbesuchs in new jersey, wo es manches billiger gibt, tue ich mir auch nicht mehr so schnell an. “shopping mall” - ein reizwort für mich. lauter gereizte menschen, familien, noch mehr kinderwagen mit schreienden kindern geschoben von den männern, denn die frauen müssen ja kaufen, touristen, die sich für die nächsten drei jahre mit ralph lauren und gap eindecken (hallo sylvia! ;) und ein große portion air condition. also nein. so schnell nicht wieder.
zurück zum poncho. ich dachte mir ja, dass der grade voll “trendy” ist, weil so viele damit herum laufen. naja, es ist halt so wie daheim auch, wenn viele mit etwas herumlaufen ist es schon nicht mehr cool. und ich erkenne ja die wirklichen trends viel zu spät. momentan sehe ich immer mehr frauen mit so coolen geschnürten pelzstiefeln herumlaufen (in new york hat es aber immer noch 10 grad!) und die sehen auch wirklich toll aus. ein trend? oder schon zu spät entdeckt, denn es ist ja schließlich noch schönster herbst? ich werde recherchieren.

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