December 4th, 2004

amazing savings in chinatown

eine ecke von manhattan kenne ich noch gar nicht gut. chinatown. ich begleite juliane und shawn dorthin, die noch etwas für ihr neues apartment einkaufen wollen. ja, die zwei wohnen jetzt auch an der upper east side! welcome home!!!
shawn kennt ein super günstiges geschäft für haushaltswaren. und ich muss ja meine küche etwas aufstocken.
amazing savings heißt der laden. hier gibt es alles. und sehr billig. so billig, dass man verleitet wird lauter unnötige sachen einzukaufen. mit müh und not widerstehe ich folgenden sachen: ein riesenteddybär für 10 dollar (??), weihnachtsbeleuchtung in form von rentieren, candysticks und weihnachtsmann plus schlitten (auch so je 10 dollar), ein fondueset (15 dollar - ist doch eigentlich teuer), eine chinesische pfanne (7 dollar), ein plastikschlitten (ein echter - 12 dollar), noch mehr weihnachtsbeleuchtung, fensterfarben, cashewnüsse (ok, die kaufe ich wirklich!!), ein gewürzbord.
ich kaufe nun ein backblech, ein ordentliches brettl und eine form für kuchen. juliane überrede ich fast dazu eine glitzerdiscokugel zu kaufen. naja, leider eben nur fast.
geschäfte dieser art bringen einen ja immer dazu zu denken, man spart unglaublich viel (amazing savings!) das tut man aber nur, wenn man vorher weiß, was man haben will und nach dem durchstöbern der regale kurz vor der kassa die hälfte der dinge zurücklegt. das ist nicht einfach, aber es wirkt.
voll bepackt mit tollen sachen suchen wir nach dem shoppen ein restaurant. und ich hab natürlich meinen tollen neuen führer zu hause. shawn kennt ein tolles sandwich-geschäft. nachdem wir chinatown und little italy bis nach soho durchwandern, gestehen wir uns ein, dass wir das tolle geschäft heute wohl nicht mehr finden. also wieder mal diner! upper east…

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die kammer des schreckens

nicht immer nur fortgehen. heute abend muss es kultur sein. juliane hat wieder einmal gratistickets für ein konzert ergattert. chambermusik irgendwo im lincoln center. hört sich doch gut an! ich mag klassische musik schon. la bohème hab ich ganz toll gefunden und ab und zu kommt auch irgendwas von mozart oder chopin im ipod ange-shufflet.
also gut. kammermusik. und die ganze runde ist dabei: juliane, shawn, silvana, linda, mainé (aus peru) und ich. das programmheft verwirrt uns schon etwas. die musik noch mehr. nervöse töne, undefinierbare geräusche. der bogen von den geigern sieht nach dem ersten stück aus wie der sänger von the cure. total zerfetzt (aber zum spielen geht er noch immer!). zu alledem ist das ganze noch schwermütig. hallo! muss denn zeitgenössische kunst immer total deprimierend sein? gibt es keine happy art mehr? die halbe truppe flüchtet: linda, silvana und ich. juliane und shawn sind tapfer und bleiben bis zum schluss.
nach einer starbucks-koffein-kur geht’s weiter zu linda (ja mama, unglaublich, aber ich trinke jetzt kaffee. aber nur von starbucks!). triple x schauen. gute, unterhaltsame action, ohne kunstanspruch. oh, genau was ich brauche! alle konzertopfer wieder vereint.
was musik betrifft, halte ich mich jetzt an u2 fest. habe gerade das neue album auf den ipod eingespielt. sehr gut - mein neuer subway-soundtrack! und es gibt momentan nichts tolleres, als mit der hetzenden menschenmenge durch die straßen zu laufen und dabei the edge zu hören, wie er es mit seiner gitarre vertigo-mässig richtig krachen lässt.
für alle nicht-u2-fans: man kann sie hassen, wie man will, aber sie sind verdammt gut!

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