March 4th, 2005

messer im ruecken

leider muss ich tagsueber immer arbeiten. meine besucher sind also unter der woche alleine unterwegs. aber sie wissen sich natuerlich zu beschaeftigen. abends ist dann manchmal zeit zum essen gehen, was ich ja liebe, aber in ermangelung an weiteren “food-persons” leider nicht so oft mache.
und noch dazu kann ich das restaurant aussuchen. meine wahl faellt aufs “bread” in little italy. ein lokal, winzigklein, wie es sich fuer manhattan gehoert, in dem man ganz tolle ueberbackene brote bekommt. wir sitzen zu fuenft auf einem tisch, an dem normalerweise drei platz haben. auf der speisekarte gibt es so verlockende brote wie “austrian speck” oder “fontina cheese”. fuer mich gibt’s spicy capollo….
waehrend dem essen ist es so eng, dass ich manchmal unabsichtlicherweise mein besteck in den ruecken (und darunter) von leuten bohre, die alle ins lokal stroemen und jeden zentimeter platz ausfuellen. naja. ich sitze ja und hab mein capollo. sollen die doch stehen und meine gabel spueren… das bread ist vielleicht 30 qm gross. und auf dieser flaeche findet man die mini-kueche, die flaeche fuer tische und die kleine bar. aber fuer ein gutes essen zwaengen sich die new yorker halt gerne in ein mini-lokal.
und das essen ist sehr gut. und was bin ich gluecklich, dass ich diese woche so oft essen gehe. wir streunen noch ein bisschen herum. orhan hat lust auf was suesses und wir suchen einen pastry shop. in little italy nicht wirklich schwer. und wenn die einen vom sightseeing muede sind, sind die anderen (susi und ich) vom arbeiten muede. aber es folgt das wochenende und plaene sind schon laengst gemacht.

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williamsburg II - experimental…

daniel und anika haben etwas in williamsburg aufgestoebert. die band “fischerspooner” gibt dort jeden donnerstag eine konzert oder es gibt eine performance. das ganze ist in einer riesengrossen garage, die wir vorerst fast gar nicht finden.
drinnen sind eigentlich nur wenige leute. so wie ich das sehe richtige “brooklyner”. das bier gibt’s mal wieder gratis (haben musiker heutzutage soviel geld?). leider gibt es kein fischerspooner-konzert. dafuer aber eine tolle performance. ein typ hat so einen apparat gebastelt, mit dem man… ja, wie beschreib ich das jetzt? also nehmen wir mal 5 ipods. und die ipods sind verbunden mit einem paar kopfhoerern und fuenf metallrohren. auf den finger gibt man sich eine drahtschlinge und dann greift man ganz so wie bei einem klavier die rohre an und hoert durch die kopfhoerer dann musik. hab mir sagen lassen, dass das so funktioniert, dass die musik, die man hoert durch den koerper wandert *durch mark und bein also* und bei der drahtschlinge dann wahrscheinlich rausgeht und bei den rohren rein oder auch umgekehrt.
auf jeden fall ist das toll und jeder kann es ausprobieren.
zum schluss gibt es noch eine nette einlage. der bastler nimmt 4 leute, die sich an den rohren festhalten und er spielt dann mit ihnen wie auf einem klavier. jeder arm und jedes bein so wie eine klaviertaste.
gut, man kann nicht alles bloggen. manche dinge muss man einfach gesehen und gehoert haben. wir machen noch einen kurzen abstecher ins galapagos. es spielt irgendeine band. fuer mich hoert sich das irisch an, aber orhan meint, dass ist suedstaaten-maessig. lasse mich genre betreffend gerne belehren. viel lieber wuerde ich aber nochmal die hiphopper hoeren.

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