March 2005

ich habe nun auch eine gourmet garage

von meinem supermarkt hab ich euch ja schon einmal erzaehlt. der ist klein, mit einem ueberschaubaren angebot und nicht zu teuer. viele sachen kriegt man allerdings dort nicht. zum beispiel ordentlichen kaese. oder ordentliches brot. aber das braucht man ja nicht jeden tag.
trotzdem hab ich mich gefreut wie ein kleines kind, als ich zum ersten mal das rot leuchtende gourmet-garage-schild auf der 96/park gesehen habe. der umbauen hat wochen gedauert, aber seit einigen tagen haben sie offen. von der auswahl und er qualitaet kann man das mit unserem billa, merkur oder spar vergleichen. hier in new york ist das natuerlich gleich mal gourmet. die preise sind auch gourmet. deshalb goenn ich mir nur ab und zu mal was. aber das herumlaufen in den regalen macht auch schon spass. da freue ich mich irgendwie schon wieder auf das gute essen daheim. aber noch vermisse ich das nicht!!!!
auffaellig ist, dass in der gourmet garage auf einen kunden ein angestellter kommt. unglaublich wieviel personal die haben. und die haelfte davon hat eh nichts zu tun. die sortieren dann den brie um, oder spritzen den salat wieder nass, damit er knackiger aussieht. und neben mir ist gerade eine frau mit einem vollbepackten einkaufswagen vorbeigerollt. den schiebt sie dann zur kassa uns sagt: “delivery please!” lang lebe die dienstleistung! vielleicht probiert ich demnaechst fresh direct aus. dort kann man alles online bestellen und kriegt es dann superpraktisch zur gewuenschten uhrzeit bis ins apartment geliefert.

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john und kanye

zwei meiner lieblingsmusiker machen gemeinsame sache….
hört sich so an:
bitte klicken sie hier…………… ;)
und hier auch noch jemand von kanyes freunden…. miri ben-ari

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vas’ birthday party in tribeca

gut. heute abend bin ich bei vas’ party eingeladen. er hat ein loft in tribeca (ja sehr schick, nicht) und sowas kann man sich dann wohl nicht entgehen lassen. ich komme zu spät, aber eigentlich zu früh (hab die new yorker partyregel vergessen). es ist noch fast niemand da, außer etwa 10 russen. vas ist ja russe. vas stellt mich seiner freundin vor. die ist so 23 und ein blondes pupperl. nachdem mich alle russisch anreden, freu ich mich schon auf meine arbeitskollegen, die auch alle kommen sollen. da kommen gleich mal jeremy, ryan, luba, ari, G, michael…
unter den weiteren partygästen sind alles interessante leute. russische künstler, musiker, einer cooler als der andere. vas hat auch echte djs da und einen saxophonisten, der zur dj-musik improvisiert. getrunken werden vornehmlich getränke, für die wir bei firstborn schon websites gemacht haben: bacardi (der gute so wie es aussieht) und grey goose vodka. oscar, unser schwede, kommt dann mit einer ganzen ladung schweden an. und die sind bekanntlich keine stimmungstöter.
ich finde vas loft sehr schön. modern eingerichtet, alles sehr neu und designt. statt einem fernseher hat er einen riesigen beamer. sowas finde ich ja auch cool, aber in meinem apartment bräuchte ich da ein ultraweitwinkel um das bild an die wand zu werfen.
was ich sehr nett finde: von allen meinen arbeitskollegen kriege ich lob für meine arbeit. auch von vas. da wachse ich ja gleich immer einen meter. designer brauchen halt anerkennung. diese sensibelchen.
auch diese party geht vorüber. war mal wieder was ganz cooles.

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comedy - langsamer bitte….

ich hab silvana zum geburtstag (der war schon im november) tickets für eine comedy-show gekauft. endlich schaffen wir es hinzugehen. mit dabei cheryl, garrett und trish aus fairfield sowie dave, silvanas date.
ich war noch nie bei einer comedyshow. doch moment. bei whoopie war ich. bin schon sehr gespannt. comedy ist hier in den usa mehr verbreitet als bei uns daheim. es gibt haufenweise shows und natürlich auch eigene comedykanäle (es gibt aber auch kanäle für poker, golf, kochen, tv-guide-kanäle,… endlos!)
also gut. der comedy-club heisst improv. angeblich ein guter. silvana war schon mal da. meine einzige sorge ist, auf die bühne geschleppt zu werden und dann bei irgendwas mitzumachen, wo ich doch die hälfte nicht verstehe. silvana meint, das machen sie aber nicht. nun gut. wir kriegen einen netten tisch ausserhalb der unmittelbaren gefahrenzone.
am anfang kommt so ein junger typ auf die bühne. den versteh ich ganz gut. er macht späße über frühstückscerealien und daten. der ist sehr witzig. der zweite ist auch ganz ok. leider verstehe ich ihn nicht. aber ich glaube er redet auch über daten. scheint hier ein unerschöpfliches thema für comedians zu sein. dann kommt eine recht stattliche frau. und die ist supergut. ich hab aber eigentlich keine ahnung wovon sie redet. manchmal redet sie von babies, dann… ja keine ahnung.
ich bin am tisch ja die einzige, die nicht alles mitkriegt. immer diese native speaker ;) die comedians reden halt furchtbar schnell und laut ist es auch. was auch an uns liegt. wir sind der lauteste tisch. dave und garrett kriegen sich überhaupt nicht mehr ein. brüllen und hauen mal so richtig auf den tisch vor lauter lachen. die lustige comedian-frau sieht dabei immer mich an, so wie “oh, wow du machst aber stimmung, cool!” nach der frau kommt noch ein schwarzer comedian. den finden wir aber nicht gut. er macht witze über muslime und 9-11. eigenartiger kerl.
alles in allem ist es sehr lustig. sogar wenn man nur die hälfte versteht.

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norwegen ist wieder da

linda, unser norwegen-import (noch bis zum sommer in denver stationiert) stattet der stadt der staedte einen kurzen besuch ab. der guten alten zeit wegen treffen wir uns bei mo’s. muss sagen, ich kann der kombination bar + grosse leinwände zum baseball- oder basketballschauen schon was abgewinnen. (und tickets für die yankees hab ich mir auch schon gekauft. in der nasenbluter-sektion (ganz hinten…)) kenn mittlerweile ja schon einige spieler beim namen ;) und von den regeln her, erklärt sich baseball ja eh von selbst. schlagen und rennen.
linda ist mit ihrem studium bald fertig und will danach auch wieder nach nyc. (wo auch sonst hin?) wird sicher ein lustiger sommer.

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und nun: park slope

silvana hat mich zum pasta essen eingeladen. ich mach mir eigentlich nie pasta und silvana kann das ja sehr gut so als halbe italienerin. also bin ich heute nach brooklyn (prospect heights) gefahren. das ist von mir oben weg ca. eine dreiviertelstunde. da hat man schoen zeit zum lesen (momentan: da vinci code, weil ich steh auf diese kryptischen verschwoerungssachen…)
angekommen ist dann gleich mal mahlzeit. sehr gut die pasta… (ich schreib aber auch nur mehr ueber essen, oder?) das wetter ist traumhaft. genau richtig fuer einen prospect park spaziergang.
der prospect park ist für brooklyn, was der central park für manhattan ist. es ist aber nicht so idiotensicher zum herumrennen (im central park verirrt man sich ja nicht so schnell). wir spazieren vorbei an ganz vielen sehr sportlichen menschen. was mir schon aufgefallen ist: maenner von 20-30 lieben es in drecklacken fussball oder ultimative frisbee zu spielen. es ist ja nicht so, dass es hier in der stadt zu wenig schmutzig ist…
wir krabbeln irgendwo im süden des parks wieder raus. und gottseidank kennt sich silvana da aus. wir “headen” nach park slope. die schöne und etwas verträumte neighborhood westlich des prospect parks. hier findet man kleine geschäfte, restaurants (unter anderen auch das café steinhof, ein österreichisches restaurant, wo ich gleich mal wiener schnitzel mit petersilerdäpfel und gurkensalat auf der speisekarte erspähen kann), brownstone-häuser mit den hübschen treppen, eine kirche (hier singt silvana im chor) und ein starbucks, wo wir unseren spaziergang ausklingen lassen.
wieder mal ein sehr schoener nachmittag!

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meat and greet - die steak-party

meine lieben besucher sind leider schon wieder daheim. trotzdem, diese woche bleibt die woche des essengehens…. firstborn, meine firma, hat heute seine mitarbeiterparty. und jetzt haltet euch fest: bei peter luger!! das ist das beste steakhaus in new york. so zumindest laut den ratings. freue mich ja schon seit wochen darauf. in ein steakhaus zu gehen, kann ich mir ja leider nicht leisten, weil die fast alle sehr teuer sind.
das “peter luger” ist in williamsburg (wie so viele gute sachen ;) direkt bei der williamsburg bridge. wir fahren alle gemeinsam vom buero aus hin (haben frueher aufgehoert): michael & vas (die chefs), dan, joon, kerry, amie, alfonso, marina, luba, jeanne, jeremy, kevin, ryan, oscar und ich.
zu beginn gibt’s apertif an der bar: martinis, alles was man haben wollte. das lokal sieht drinnen eher erdig aus. sie beschreiben es selbst als “german-beerhall-style”, was auch ein bisschen hinkommt. gross ist es nicht. kein wunder also, dass man als normalo lange vorher reservieren muss.
die speisekarte ist mini, es gibt einige vorspeisen und dann ein paar sorten steaks und beilagen. das wars. die preise sind meiner meinung nach wahnsinn. ein nackertes steak fuer eine person kostet da 40 dollar. deshalb die devise: “dig in deep!”
mit jeremys hilfe (auch so ein kleiner chef wie ich) machen wir eine riesenbestellung. zuerst vorspeisen: scampi, gebratener speck (halleluja, ist der gut. hallo fett!) und dann kann man noch dieses gute zwiebelbrot in eine fantastische sauce tunken. dann kommen auch schon die steaks angerollt. richtige riesendinger. porterhouse in allen varianten: ein wenig rare mit tendenz zu medium, ganz viel normales medium, und noch etwas medium mit tendenz zu welldone. jeanne (die so eine art thunfisch-hendl-vegetarier ist) laesst sich auch zu einem steak hinreissen. na also bitte, sogar eine bekehrung haben wir hier.
als beilagen gibt es ganz geniale geroestete erdaepfel (hier als german fried potatoes bezeichnet) und spinat. och!!! und die sauce…
und nun eine kurze beschreibung des steaks: es ist himmlisch. saftig, weich, aussen herum etwas knusprig und an manchen stellen rauchig-schwarz (das schmeckt gut!) und auf den punkt genau gebraten. fuer so ein steak braucht man schon das richtige haendchen und vor allem auch super fleisch.
was bin ich froh, dass ich nie die geburt von einem kaelbchen gesehen habe, sonst waere ich vielleicht noch vegetarier geworden und haette das alles verpasst.
mit weiser voraussicht habe ich heute nicht gefruehstueckt und auch keinen lunch gehabt. das steak brauch platz und ich greif mal ordentlich zu.
doch das ist noch nicht alles. desserts warten noch. cheese cake, mousse au chocolat und eine holy cow (das ist ein ganz ueppiges, schokoladiges, cremiges dessert…)
das grosse fressen also. beim heimgehen fuehlt sich jeder nur noch schlecht und keiner kann sich mehr bewegen (ja, macht schon sinn so ein festgelage ;)

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ein abend bei katz’s - pastrami!

wettermaessig haben wir die letzten tage schon alles mitgemacht. schnee. wind. eine prise fruehling und heute wieder schneematsch. ich gable die drei touris (vollbepackt mit einkaufssackerln) beim empire state building auf. rauf koennen wir leider nicht wegen dem wetter. was bleibt dann anderes uebrig als essen gehen ;) wer den film “harry & sally” kennt auch diese “orgasmus-vortaeusch-szene” in diesem restaurant. nun gut, das ist katz’s delicatessen an der east houston street. beruehmt fuer seine pastrami-sandwiches (pastrami (juedisches essen) ist sowas wie surbraten).
harry billy crystal & sally meg ryan sind mit foto vertreten, genauso wie einige andere promis. sein sandwich kann man an der theke holen. vorher darf man da ausgiebig probieren. so richtig saftiges, wuerziges, gutes fleisch. mmmmh. so wie man es bei uns beim buschenschank kriegt. mein sandwich ist riesengross. zwei scheiben schwarzbrot mit ungefaehr 7 zentimeter fleisch drinnen. dazu noch essiggurkerl (die sind hier aber nicht so gut, wie bei uns daheim). fuer vegetarier daniel bleiben da nur die french fries, die aber wirklich super gut sind.
das ganze lokal ist so eingerichtet, wie es wahrscheinlich schon vor 50 jahren war. von der decke baumeln schilder mit der aufschrift “send a salami to your boy in the army” :) eigentlich ist hier auch alles recht teuer (wie bei allen touristenattraktionen), aber das sandwich ist so gross, dass ich die haelfte einpacken muss und gut ist es auch.
beim heimgehen tapse ich noch in eine pfuetze, die von oben betrachtet gar nicht so tief aussieht. aber bei den gehsteigkanten und den loechern in den strassen passieren solche fehleinschaetzungen schnell mal. steh also knoecheltief in der suppe. iihhh. bis ich dann mit der 6er in der 96. strasse bin, ist der fuss dank phaenomenaler “unter-dem-sitz-heizung” auch schon fast trocken.

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knicks!!!

das wollte ich schon immer mal machen. ein knicks-spiel. madison square garden. wir sind zwar alle so muede, dass wir kaum noch weiterkommen, aber spielen muessen ja die knicks. das einzige was wir tun, ist mit der rolltreppe bis unter das dach hochzufahren. wir haben karten ganz oben. dort wartet auch schon peewee kirkland auf uns. hab auch keine ahnung wer das ist. auf jeden fall fragt uns der nette herr vom personal, ob wir nicht ein autogramm von peewee haben wollen. na klar! sowieso. peewee ist auch sehr nett. kriege eine “for verena: peewee kirkland”. denke mal, dass er ein ehemaliger knick ist und nur wie basketball-daus aus oesterreich kennen ihn nicht.
die plaetze sind eigentlich ziemlich gut. genau in der mitte und man sieht super. ausgeruestet mit einem schaumstoff-knicks-finger und einem hot dog sitzen wir da oben und warten bis sie anfangen.
endlich. ach ja das andere team sind die golden state warriors. und gerade erfahre ich auch was ein rebound ist. kann nicht schaden. sind halt alles so richtig lange hackln. vor dem spiel gibt’s noch die obligatorische nationalhymne. die wird immer und ueberall mal schnell gesungen. muss auch sagen, dass ich sie vom musikalischen her auch schoen finde. macht mehr stimmung als unser “land der berge”.
und schon spielen sie. eigentlich ist das wie tennis. ein team kriegt den ball (fuer 24 sekunden glaub ich) und dann duesen sie mit dem uebers spielfeld und versuchen einen korb zu werfen. dann wieder das andere team. so geht das hin und her. ich glaub man sieht das ganz gut auf dem video. ist mein erstes basketballspiel. und es ist ziemlich ausgeglichen. einmal fuehren die knicks, dann wieder die warriors. zum schluss ziehen die knicks dann mit einigen punkten unterschied davon. na gottseidank. zwei reihen vor uns sitzen zwei maenner, die ungefaehr 10 mal waehrend dem spiel aufstehen um essensnachschub zu holen. und damit meine ich nicht so kleine hotdogs. sie karren da essen und bier an bis zum abwinken. keine ahnung wie sie das alles schaffen. auch sehr cool sind die ganzen einlagen waehrend der pausen. da gibt es erwachsene taenzerinnen (so wie cheerleader nur ohne pompoms), teenager-taenzerinnen und kiddies. und eine gruppe, die coole saltos und ueberschlaege macht (ist das dasselbe?)
und zu allen moeglichen anlaessen (korb, rueckstand, besonders spannend) spielen sie diese kleinen fanfaren ein. so richtig ideale klingeltoene sind das. tatatatataaaaa.
also die knicks werd ich mir wohl nochmal anschauen.
als kleinen abschluss schleppe ich orhan, anika und daniel noch in rosie’s turn. die coole jazzbar. heute ist eher weniger los, aber terri enttaeuscht uns nicht und singt wieder ganz toll. highlight: die shaker-und-mixglas-percussion-nummer!
dann: muede!

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across 125th street

nachdem ich meinen besuch samstag schon so frueh aus den betten geholt habe, ist sonntag frueh aufstehen eh kein problem mehr. ich hole sie um 8 uhr an der upper west side ab und wir fahren gemeinsam nach harlem. wundersamerweise sind auch ein haufen studenten dabei. ich hab mir gedacht die sind wohl alle vom fortgehen noch erledigt…
der plan: endlich die gospelmesse in der abyssinian baptism church sehen (138 str und adam clayton powell blvd.). wenn man um 11 uhr kommt, kriegt man keinen platz mehr. deshalb heute so frueh. die kirche ist schlussendlich gerammelt voll und das hat seinen guten grund.
beim reingehen denke ich noch, hoffentlich gefaellt ihnen das wohl. das letzte was ich brauchen kann sind gereizte touristen, die man fuer nichts frueh aus dem bett geholt hat ;) in dieser kirche war schon jesse jackson reverend. sie ist so ziemlich die beruehmteste hier in nyc und entsprechend von touristen bevoelkert. die gemeindemitglieder haben sich, wie es sich gehoert, pickfein in schale geworfen. farbige oder elegant-weisse kostueme und huete bei den damen, anzug bei den herren.
und dann kommt auch schon reverend calvin o. butts. ich war ja von der letzten gospelmesse (in der kirchen eine strasse weiter) schon angetan. aber was jetzt kommt, uebertrifft die erwartungen.
der gospelchor ist klasse. beim gemeinsamen gebet (da schliessen alle die augen) kriegt man schon feuchte augen und die predigt ist sowieso der hammer.
das ist wie ein theaterstueck. dramaturgisch und inhaltlich perfekt gemacht.
und immer auch etwas humorvoll. da wird dann eine postkarte vom scuba-diving-urlaub eines gemeindemitglieds vorgelesen oder ueber die art ein zwiegespraech mit gott zu fuehren referiert. zwischendurch darf man die immer mal lachen (in unseren kirchen sind ja alle immer todernst) der reverend hat auch eine assistentin, die ihm ab und zu was einfluestert. waere sonst ja wohl auch zu perfekt.
zum schluss tritt dann noch ein chor von suedafrikanischen jugendlichen auf. die treten ganz bescheiden vor die menge und beginnen in einer afrikanischen sprache an zu singen. zuerst ein solo von einem, der so eine aehnliche stimme wie zucchero hat. echt gut. die leute sind begeistert. und dann das naechste solo von einem maedchen. da gibt’s dann schon applaus, dass die kirche bebt. das ganze wird nur noch getoppt von der schlusseinlage vom maedchen links aussen, die ohne uebertreibung eine wahnssinnsstimme hat. der chor will gar nicht mehr zu singen aufhoeren, da muss schon reverend butts mal kurz was ins mikro sprechen.
auf jeden fall gibt’s standing ovations und emotionsausbrueche. mann, sind die gut! sind angeblich schon bei der amtseinfuehrung von nelson mandela aufgetreten. einmal muessen auch alle gaeste kurz aufstehen und werden dann von der kirchengemeinde begruesst. die volle herzlichkeit. einfach ruehrend.
der ganze gottesdienst ist ruehrend und emotional. da muss man schon mit den traenen kaempfen.
heraussen aus der kirche sind erst mal alle voll begeistert. sehr gut. (ich bin so ein super reisefuehrer, ich muss mir wieder mal selber auf die schulter klopfen…)
und jetzt suchen wir soulfood. wir gehen richtung 125. strasse. orhan, daniel, anika und ich entscheiden uns fuer das bayou. cajun food. sowas kochen sie in new orleans. vorher gibts cornbread (polentabrot sagen wir mal), das liebe ich. und dann pecan-breaded, sautéed breast of chicken with creole mustard sauce and mashed potatoes.
nach einem abstecher ins studio museum harlem und einer kleinen shopping tour mit harlem an der 125. marschieren wir richtung columbia universitaet. das wetter ist leider nicht mehr so schoen. wir spazieren etwas am campus herum. gleich gegenueber liegt die kathedrale. und eine strasse weiter runter der hungarian pastry shop. wieder mal vollgepackt mit studenten, die in dicken buechern versunken sind oder etwas in ihre kleinen ibooks tippen. die mehlspeise ist richtig gut und eine katze haben sie auch.
mueder als mueder genehmigen wir uns danach eine stunde ruhe, weil abendprogramm gibt’s auch noch…

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