April 2005

bob dylan special posting

ok. finally bob dylan. der meister. noch dazu gehe ich mit dem absoluten fan hin, der alle cds hat und jedes lied kennt: dieter. ich hab mich, wie ich es immer mache, vor dem konzert schon mal ordentlich reingehört. mithilfe von reingards “bob dylan essentials” doppel-cd. dieter erklärt mir auch noch, dass die lieder live total anders klingen und ich sie nicht so leicht erkennen werde (na, prima!). außerdem ist bob eher der introvertierte star und spricht nicht mit seinem publikum. oh….
naja gut. wir sind im bostoner orpheum. schlendern vorbei an den merchandising-tischen. auf einem tshirt des sängers merle haggard (2. support) steht neben stars and stripes and eagle der satz “love it or leave it”. aha, soviel zum thema patriotismus.
wir haben ganz gute plätze. das orpheum ist so vom typ altes, eingesessenes theater mit roten samtsesseln. als erster erscheint amos lee. und dessen musik gefaellt mir gleich mal sehr gut. wuerde das als folk bezeichnen. ist auch ein ganz netter junger. meint, dass die new england patiots eh cool sind, aber jetzt kommen die philadelphia eagles. was die boston-people dann mit: “the eagles suck!!!” quittieren ;) als nächstes mr. patriot merle “hag” haggard. das ist countrymusik pur. so in etwa stell ich mir nashville vor. die band hat auch schon einige jahre am buckel - so wie er. und mit ihm gepäck auch das country-blondchen als backgroundsängerin. angezogen ist sie wie olivia newton-john in der schlussszene von grease: hauteng in schwarz. merle macht seine sache sicher gut, ist aber halt nicht so meine musik. die leute sind aber alle begeistert. achja: das publikum ist zum grossteil männlich. nach so manchen frauen-konzerten, auf denen ich war, mal eine abwechslung. also es sind viele männer da. eher mittleres alter. merle geht dann.
und ich bin schon gespannt auf den grossen bob. und dann kommt er schon. aber er ist alles andere als gross. eigentlich ist bob ein kleines manderl. mit grossem kopf, grossem cowboyhut, einem hemd mit glitzerkragen und auf seinem sakko und an den hosen sind glitzernde knöpfe. und er stellt sich hinter sein keyboard und fängt gleich mal an. und spielt. und spielt. spielt eine nummer nach der anderen. das publikum applaudiert, aber der bob sagt nichts. auch kein danke. er schaut nicht mal ins publikum. ich erkenne kein einziges lied. ist auch kein wunder, ich kenne nicht so viele. zu seiner stimme muss ich sagen: bei starmania wäre er wahrscheinlich unter den “leider-nein-videos” gelaufen. zumindest am anfang. dann wird sie irgendwie besser. aber immer noch harzig und rauh. ganz bob dylan eben. abe wie schon simon bei american idol mal sagte: wichtiger als eine gute stimme ist eine unverwechselbare stimme. und der muss es ja wissen.
plötzlich: bob sagt doch etwas. er stellt seine band vor. manchmal nimmt er auch seine mundharmonika und stellt sich in die mitte der bühne. ich mache wieder ein paar fotos und videos, was wieder mal dadurch erschwert wird, dass man es eben nicht darf und der platzanweiser kommt gleich mal wieder dahergelaufen und ermahnt mich. was glaubt der denn? dass ich die fotos und videos irgendwie publiziere? im internet etwa?
ok. bob ist fertig. jubel. jubel. aber ihm ist das egal und er geht. fazit: ist schon ein tolles konzert gewesen. einmal bob dylan sehen. der schon so viele tolle lieder geschrieben hat. aber ein komischer vogel ist er schon.
nach dem konzert geht’s direkt heim nach nyc. ist immerhin noch eine 4,5 stunden fahrt. ein schöner roadtrip jedenfalls. danke dieter fuers organisieren!

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in bosox-city

ich muss früh aufstehen. hansjörg bricht auf zu seinem niagara-falls-trip und ich fahr mit dieter und den zwei martinas nach boston. roadtrip! wunderbarerweise hat dieter alles gecheckt. mietauto und konzertkarten für bob dylan morgen. sehr entspannend. brauch nur ins auto einsteigen. bin von nelly gestern abend noch muede und schlaf mal eine runde bis wir irgendwo in connecticut rast bei einem diner machen. wenn man da etwas bestellt, wird gleich nachgefragt: “whole wheat? white bread? toasted? tralala?” die ganze szenarie schaut aus wie bei den gilmore girls. wir muessen noch ein stueckerl fahren und als wir endlich ankommen und unser zimmer in einem holiday inn am stadtrand finden ist es auch schon 4. rein in die stadt!
boston ist so ganz anders als nyc. als aller erstes ist es mal viel ruhiger, ja fast schon unheimlich. alles ist ungestresst und es ist total sauber. richtig eigenartig. wir befinden uns fast direkt im zentrum, haben aber so gar keinen plan, wie wir denn nun gehen sollen. in diesem fall: der intuition vertrauen, weil der stadtplan ist nicht so logisch wie der von manhattan.
auf einmal stehen wir dann bei einem park und einem gebäude mit goldener kuppel. ich hab mich vorher leider gar nicht schlau gemacht, was es in boston alles zum ansehen gibt. aber atmosphäre aufsaugen ist auch sehr schön. vorbei an der alten townhall (sehr hübsch) und der neuen (ein ganz hässlicher betonklotz) kommen wir zu einem platz mit drei großen markthallen. drinnen: tonnenweise geschäfte oder essenstände. ja und hunger ist auf jeden fall da. nachdem wir nun schon in boston sind, essen dieter und ich ein philly cheese steak. das ist kein steak, sondern kleingeschnetzeltes und angebratenes rindfleisch mit käse in einem baguetteähnlichen brot. sehr gut. aber wie ein stein im magen ;) fast jeder zweite bostoner (heisst das bostoner?) ist bekennender red-sox-fan. alle haben kapperl, jerseys, jacken, die babys sind schon red-sox-maessig angezogen. wahnsinn. und es gibt lauter tolle fanartikel zu kaufen. viel schönere als man von den yankees kriegt. muss ich schon sagen! ausserdem gefallt mir das “bosox”-design ja sehr gut. und da ich mir vor kurzen erst den film “fever pitch” mit jimmy fallon angesehen hab, muss ich sagen, dass ich die roten socken schon sympathisch finde. allen voran johnny damon. leider find ich aber kein damon-tshirt. naja, zweigleisig kann ich nun eh nicht fahren. bleib ich also bei den yankees und meinem rivera-tshirt.
zum abschluss des tages wollen wir noch in eine bar. nachdem wir beim ersten pub nicht reindurften, weil wir nicht alle unsere reisepässe mithatten, konnten wir beim zweiten ganz ohne kontrolle rein. natürlich ist gerade ein baseballspiel. lange bleiben wir nicht. wir sind einfach nur muede und freuen uns schon aufs bett. während der fahrt zum hotel fahren wir bei fenway park vorbei, dem berühmten grünen stadion der boston red sox. es ist noch ganz im alten stil und ich finde es supercool. das yankeestadion ist da halt doch etwas mehr betonburg.
unser zimmer ist ganz nett. vor unserem fenster ist die autobahn, aber hören tun wir nix. als betthupferl gibt’s noch “charlie’s angels 2″, aber das ende kriegt nicht mehr jeder mit.
der nächste tag: ich hab ja gestern schon mal angefragt, wann wir denn so aufstehen sollen. mein vorschlag mit 8 uhr wurde gleich mal niedergeschmettert ;) ok. nachdem ich mich bemuehe ja nicht anstrengend zu sein (anstrengend… vielleicht kommt das einigen, die schon mit ihr auf urlaub waren bekannt vor), verbleiben wir bei 9. da kann man noch ordentlich was mit dem tag machen und verschläft nicht alles. gut. ich wache natürlich um 7.45 und auf und bin putzmunter. kein wunder nach 8 stunden durchschlafen. soviel hab ich am stück die letzten drei monate nicht geschlafen. die anderen sind wohl noch im r.e.m.-schlaf. lieb, wie ich nun mal bin, bleibe ich noch 20 minuten liegen und bin schön ruhig. och, das ist ja die hölle. ich will aufstehen und zumindest diese vorhänge aufmachen. im finsteren aufwachen mag ich nicht. dann geh ich doch mal duschen. die wasserleitung und die klospülung sind superlaut. hab fast ein schlechtes gewissen ;) aber vielleicht wachen sie zufällig auf. haha.
nix. um 8.45 schlafen sie noch immer. 9 uhr.
und das schlimme an der situation ist: ich kann nicht aus dem zimmer raus, weil ich diese blöde keycard nicht finde. und auch wenn ich raus kann, draussen gibt es nicht viel und bevor ich mich aussperre… da bin ich nun also. in einem finsteren hotelzimmer eingesperrt mit drei langschläfern. gottseidank ist der ipod da und ich höre mir bis 10 uhr leonard bernstein und jack johnson an.
kurz bevor ich nervös werde, wachen sie auf. dann geht aber alles rucki-zucki und wir sitzen schon bald im auto.
fürs frühstück ist es fast schon zu spät und so haben wir die geniale idee lobster soup im brotlaib zu essen. lobster ist ja quasi das essen in boston. überall winken einem die roten scherenhände (hände??) entgegen. als stofftiere, auf schürzen, überall. jedes pub hat ein lobster-bier-special. die lobster-soup ist supergut. was für ein frühstück. sehr classy ;) wir beschliessen den freedom trail zu bewandern. zuerst geht’s zum hafen (dort gibt es ein grosses aquarium, aber keiner außer mir ist tierfan ;). danach laufen wir noch in die altstadt. vorbei an kirchen und kleinen italienischen restaurants. das little italy von boston wirkt um einiges italienischer als das von manhattan.
ich mache hauptsächlich architekturfotos. moderne bürogebäude und alte häuse reihen sich hier nebeneinander. ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dieses boston hier die ally-mcbeal-stadt ist. irgendwie hat es in der fernsehserie anders gewirkt. ich finde es schön hier. aber trotzdem: es ist nicht new york…
der ganze tag ist eigentlich ein schöner ausgedehnter spaziergang und alles ist sehr entspannend. die zwei martinas setzen sich um 6 uhr in den greyhound und dieter und ich machen uns auf richtung orpheum zu bob. und weil bob dylan halt schon was besonderes ist, kriegt er einen eigenen blogeintrag!

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und nun gar nicht mehr eigenartig

ich will nicht sagen, dass ich lange gebraucht hab um mich auf das leben nyc einzustellen. ich kann mich eigentlich gar nicht mehr daran erinnern schwierigkeiten gehabt zu haben. aber manche sachen haben sich schon eigenartig angefühlt:
*** diese witzige urzeit mit am und pm (11.23pm ist 23.23, 12.34 am ist 00.34 und 1.56am ist 01.56)
*** lebensmittel
*** nach einem jeden danke soll man am besten ein “you’re welcome” sagen
*** plastik und kompost kommen gemeinsam in den abfall (find ich noch immer schrecklich)
*** selbst fuer eine dose kriegt man ein plastiksackerl beim einkaufen
*** maenner koennen mit einer frau als “kumpel” nicht viel anfangen ;) *** diese pelzigen ugg-boots im sommerlichen september sind normal, sandalen und flipflops im februar auch.
*** bei konzerten wird erst nach der vorgruppe gekommen, aber noch vor der zugabe gegangen (das eigenartigste überhaupt)
*** viel wichtiger als etwas können ist vorgeben, etwas zu können. und damit fährt man auch gut.
*** die professionelle freundlichkeit.
*** kochen können ist was besonderes.
*** die geschwindigkeit von allem und jeden. (ihr müsst mich mal gehen sehen!)
*** was alles als “apartment” bezeichnet wird ;) *** verbote, verbote, verbote. und trotzdem lösen diese ihre probleme nicht.
*** hupen, wenn man in der kolonne bei rotlicht steht.
*** wie hier gebaut wird.
*** die nachrichten in tv und zeitung.
mir fallen jetzt gar nicht alle sachen ein. aber man gewöhnt sich an alles (an die guten und die schlechten sachen). und ich bin schon gespannt, was ich alles eigenartig finde, wenn ich wieder mal daheim in österreich bin…

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nelly & konsorten

normalerweise lassen sich meine freunde zu meinen konzerten nicht so einfach ueberreden, aber da ich weiss, dass silvana nelly mag, hab ich mal das vorgeschlagen. ich bin gar nicht so der nelly-fan, bzw. kenn ich nicht so viele sachen von ihm, aber ein hiphop-konzert ist immer ein spass (denk ich mir eben).
also silvana ist dabei und ihr dave auch. das konzert ist im theater vom madison square garden. publikum ist recht gemischt, aber eben mehr african americans. natürlich gibt’s wieder einen haufen vorgruppen. fangen wir gleich mal an:
als erstes kommt so ein r&b-saengerin. hab den namen nicht verstanden, finde sie ok, aber nicht aufregend. als naechstes ein rapper-duo. mann und frau. versteh weder namen, noch was sie rappen, noch sonst was. und die leute wollen die zwei auch gleich wieder draussen haben. dann macht der eine rapper noch was allein. und dann kommt eine ganze rappergruppe. und dann kommt endlich mal ein bekannterer rapper: T.I. (ok, ich hab den namen vorher auch erst einmal gehoert, aber er und seine freunde (da sind mindestens 8 leute rappend auf der buehne) sind ganz gut). wie es sich fuer rapper gehoert mit ultraweiten sachen und ketten. und T.I muss sich zum schluss natuerlich noch sein leiber runterreissen, obwohl er eh so ein spargeltarzan ist.
nach T.I. kommt fat joe. den namen hab ich nun schon oefter mal gehoert. zu meiner ueberraschung ist er weiss. hab ich gar nicht gewusst. der hat auch einen haufen leute auf der bühne. einige rappen und ca. 20 stehen nur hinten herum. seine gang wahrscheinlich. rapper reisen ja immer im rudel und gehen nie alleine wohin. fat joe find ich auch gut. er holt auch irgendeinen gastrapper auf die bühne und die menge jubelt. silvana, dave und ich haben halt keine ahnung, wer da wer ist.
a) weil wir halt nicht ganz vorne sitzen.
b) weil die halt auch alle gleich angezogen sind und ein kapperl aufhaben.
c) die alle so eigenartige namen haben, dass man sich eben keinen merkt.
d) rapper sich prinzipiell nicht vorstellen, geschweige denn ihre “band” vorstellen.
ok. sehr gut soweit. und jetzt warten wir schon auf nelly. und da kommt er schon. mit einem yankee-hemd an und endlich mal einer mit hosen, die nicht XXXXXXlarge sind sondern nur XXlarge. hab mir in weiser voraussicht ja mal alles von nelly runtergeladen und reingehört und hab festgestellt, dass ich ja doch einige lieder kenne. ja und wie er da so dahinrappt, gibt es halt fuer die menge kein halten mehr und alle shaken ihre bones. ha, macht das spass! also mir gefaellt das sehr gut. wie man auf dem foto sehen kann, trainiert der nelly viel und das sieht man dann sogar von weitem noch sehr gut. auch der nelly hat seine gaststars, aber wir kennen niemanden. ist aber auch egal, es ist toll!
die fotos sind nicht von mir. hab meine kamera hergeborgt. das hier sind jedenfalls fat joe und nelly mit taenzerin.

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das schlechteste musical der welt

nach dem konzerthighlight am montag will ich meinem bruder auch musical-maessig was besonderes bieten. nicht diese massenmusical wie “the beauty and the beast” oder “hairspray” sondern was tolles. eine freundin von bettina hat mir da “shockheaded peter” (struwelpeter) empfohlen, welches von london nach new york zurueckimportiert wurde.
also gut. das theater ist in der nähe von meiner arbeit. wir kaufen guenstige tickets für die spätvorstellung und gehen vorher noch burgeressen nach greenwich village (damit hat hansjörg ja so gut wie alle neighborhoods gesehen…). wir landen in einem netten pub mit fernsehern, weil wir noch das yankees - red sox spiel anschauen wollen. als yankee-fan in ausbildung muss ich schliesslich am ball bleiben… zu unserem erstaunen ist die ganze bar voll mit red-sox-fans. ein paar im fan-dress. ein paar inkognito. und die red sox spielen gut. was für ein drama. gottseidank gehen wir noch vor dem ende.
das musical wird im little shubert theatre aufgeführt. das ist ganz neu, eher klein und sieht sehr nett aus.
die vorstellung ist fast ausverkauft und ich wiege mich schon in der sicherheit hier was tolles erwischt zu haben. weit gefehlt. schon als der erste typ die bühne betritt, hab ich ein ungutes gefühl. die musik ist furchtbar. monoton. langgezogen. es singt immer der gleiche typ mit einer hohen, an den nerven saegenden stimme. ach ja, die musik ist von den tiger lillys. hab mir die so monty-pythons-maessig vorgestellt (aber da haette ich wohl spamalot gehen muessen, was aber sehr teuer ist). die texte sind fast gar nicht zu verstehen und nachdem mich die ganze woche sehr gestresst hat (viel arbeit, touristguide sein), bin ich todmuede und will nur noch heim.
das ist bis jetzt das schlechteste musical, das ich je gesehen hab. am allerschlechtesten fühle ich mich aber wegen meinem bruder, der in seiner kurzen nyc-zeit sowas ansehen muss. sorry!
nachtrag: und jetzt weiss ich auch warum so viele bosox-fans da waren: riviera

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ganz und gar unglaublich

so montag ist es. mein bruder muss sich nun alleine durch die city schlagen und wir wohl das tempo etwas drosseln. kann ihn erst wieder am abend treffen. arbeit ist wie ueblich. viel. aber nicht aufregend. ein ganz normaler tag heute also, bis folgendes passiert. reingard ruft an. derek hat zwei konzerttickets und sie beide koennen nicht gehen. und was fuer ein konzert!
ok haltet euch fest. es ist das taping fuer eine fernsehshow von vh1 “save the music” im beacon theatre auf der upper west side. und wer tritt auf? alicia keys, john legend, rod stewart, joss stone, rob thomas, donna summer, josh groban! cool. ab dem zeitpunkt des telefonats bin ich fuer nichts mehr zu gebrauchen und versuche hansjoerg zu erreichen. die ganze hektik bis wir endlich im beacon theatre sind ueberspringe ich mal schnell und komme nun zum wesentlichen:
es dauert ewig bis mal alle leute da sind und brav und ordentlichen auf ihren plaetzen sitzen. da das ganze aufgezeichnet wird, gibt’s also kein herumrennen und so. wir beobachten noch ganz interessiert die ganzen kameraleute mit die licht- und soundmenschen mit ihren riesengrossen apparaten. aber es geht schon los. wer kommt nun? LL cool J. im anzug mit hut. er kuendigt als ersten star alicia keys an. die setzt sich gleich mal an ihren fluegel und spielt “karma”. sie ist einfach toll! ganz grosse klasse. nach ihrem lied steht dann david duchovny im publikum und kuendigt john legend an. mein liebling! mmmh! auch hansjoerg findet den cool. john singt “ordinary people”. dann meint er, dass er es nochmal singen muss, weil irgendwas mit der aufnahme nicht geklappt hat. ja. kein problem! es holt aber dann doch joss stone auf die buehne und sie singen ein duett. das ganze gleich zweimal, weil wohl wieder etwas nicht geklappt hat. weiss nicht was. zwischen allen liedern sind ja ca. 15 minuten pause und alle superwichtigen muessen da natuerlich gleich aufspringen und wohin rennen.
nach john & joss kommt heidi klum! ja, heidi. mit babybauch. ich verwechsle wahrscheinlich nun schon wer wen angekuendigt hat und die reihenfolge sowieso, deshalb ab nun kunterbunt (bin ja total aufgeregt). heidi kuendigt glaub ich rob thomas an. och, rob thomas! denn liebe ich ja! er singt ein duett mit alicia keys. weiss leider den titel nicht. bei der ersten version singt fast nur alicia, rob fast gar nicht. in der zweiten version singen dann beide ganz toll. auf jeden fall standing ovations. und schon das naechste supermodel: gisele buendchen. sie springt aufgeregt herum und macht winke-winke. naja, aber huebsch ist sie ja, also halb so schlimm. joss stone singt ganz toll. donna summer natuerlich auch. ihre alten hits. rob thomas kommt nochmal solo (mmmmh!! und ich hab noch immer kein ticket fuers solokonzert) christina applegate ist auch da. fuer mariah carey (die nicht kommt) muessen wir einmal applaudieren, damit das noch aufgenommen werden kann. auf die bin aber eh nicht so gespannt. dann gibt’s noch schoene musik von josh groban. joss stone kommt nochmal und auf einmal kommt ihr duettpartner: rod stewart! der ist ja cool. springt herum wie ein 20jaehriger. sehr lustig. und ein richtiger star. alle jubeln, als er kommt. rod singt dann noch zusammen mit rob und john.
genial.
so viele stars auf einmal zu sehen ist schon toll! danke reingard und derek fuer die tickets! die fotos sind nicht von mir, aber genauso war’s!!!

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hier wird keiner geschont

gut. lange schlafen darf hansjoerg nicht. heute sonntag heisst es zeitig aufstehen. 7.45 tagwache, weil ich ihn mit zur gospelmesse in meiner abyssinian baptist church schleppe. eine kleine busfahrt durch das heimelige ;) east harlem und schon sind wir in der 138. strasse. wir kriegen noch leicht einen platz, aber um 9 uhr ist die kirche voll und reverend butts beginnt mit der messe. wieder mal eine tolle predigt und schoene gospelmusik. leider kein zu traenen ruehrender chor aus suedafrika diesmal, aber alles in allem sehr schoen. mutiere hier fast noch zum kirchengeher, was ich ja daheim partout nicht ausstehen konnte.
beim hinausgehen sehen wir schon die line fuer die 11-uhr-messe. die laengste, die ich bis jetzt gesehen habe vor der kirche. ich schaetze mal so 250 leute, die unter garantie nicht alle reinduerfen. spreche hier aus erfahrung. ist wohl ein wunschtraum vieler pfarrer daheim, dass sich die leute anstellen in die messe zu duerfen.
weil wir wenig gefruehstueckt haben muss das mittagessen umso besser sein. deshalb: manna’s soulfoud. die sachen sind alle ganz frisch und bei so einem buffet sind die augen gleich mal groesser als der magen.
was goenn ich mir alles? salat, hendl in honigkruste, thunfischsalat, gefuelltes ei, avocados, geselchtes mit ananas, lachs, suesskartoffeln, obstsalat. sehr gut das ganze. jetzt muss wieder bewegung her und wir wandern die ganze 125. strasse bis zum campus der columbia universitaet (diese route duerfte zu meinem standard-touristen-programm werden, falls noch jemand kommt). die studenten liegen dort alle auf der wiese und lernen.
und nun: weiter zur cathedral st. john the divine, rein und raus, vorbei am hungarian pastry shop, aussicht geniessen oberhalb vom morningside park, runter zum central park, rein in die subway, raus bei spring street, in soho herumlaufen, rein in den apple store, hansjoerg vergeblich zum ipod shuffle ueberreden wollen, raus, runter richtung canal street, chinatown, tribeca, bis zu ground zero, die gedenkstaette anschauen, weiter zum battery park, rauf auf die staten island faehre, einmal hin, sich die statue of liberty und ellis island “ansehen”, fotos machen, einmal retour, wieder runter, quer durch den financial district (wie ausgestorben am sonntag), rueber zum south street seaport, einem yogi zuschauen, wie er sich in eine kleine plexiglas box zwaengt, zur promenade und die brooklyn bridge von unten anschauen, lange den weg auf die brooklyn bridge suchen und endlich dann druebergehen und den ausblick auf manhattan bestaunen, fotos machen, wieder retour, mit der subway bis times square fahren und als entspannung im kino “fever pitch” anschauen, den baseball film mit drew barrymore und jimmy fallon (sehr witzig!). danach: tourist und guide beide fast tot. heim schlafen.

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let’s gooooo yankees!!!!!!!

endlich. mein bruder hansjoerg ist da. um seinen kurzen nyc-aufenthalt auch ja effektiv zu nuetzen, darf er gerade mal bei der tuer reinkommen und seine koffer ins zimmer stellen und schon geht’s los in die bronx. zu den yankees! mich fuer was zu begeistern ist mir noch nie schwergefallen, in wahrheit suche ich ja sachen um mich dafuer zu begeistern. so also die yankees. diese woche war opening day, die saison ist also ganz frisch. die yankees sind momentan nicht so gut drauf. haben schon ein paar mal verloren (im der major baseball league gibt es fast jeden tag ein spiel). die gegner sind die baltimore orioles.
wir kommen etwas zu spaet an und muessen mal unsere plaetze suchen. tier 15 ist natuerlich nicht zwischen tier 14 und 16, sondern auf der gegenueberliegenden seite. wir wurschteln uns durch schlangen von leuten, die sich fuer bier und hot dogs anstellen. silvana und cheryl sind schon da und so finden wir unsere plaetze dann doch noch. wir haben noch nicht viel versaeumt. es steht noch immer 0:0. wir haben super plaetze. zwar hoch oben, aber hinter der 1. base. ich erklaer hier mal keine regeln, da muesst ihr schon selber googlen.
rund um uns sitzen lauter “echte” fans. mit yankees-jerseys, kapperln usw. cheryl hat auch ein yankee-shirt. nur wir drei sind inkognito unterwegs.
am anfang passiert nicht viel, aber dann gibt’s endlich einen sierra-homerun und die yankees machen drei punkte. jubel, jubel. macht richtig spass “let’s goooo yankees!” schreien und jubeln wenn pitcher mariano rivera (mein lieblingsspieler) aufs spielfeld kommt. kaufe mir zwischendurch auch noch einen hot dog um das ganze noch authentischer zu machen. ach ja, die sonne scheint auch ganz wunderbar.
die yankees gewinnen also. sehr gut. wenn ich da bin, duerfen sie auch nicht anders.
nach dem spiel fahren wir noch auf einen sprung midtown. grand central, public library, times square. danach ist mein bruder aber k.o. und will nur noch schlafen.
fuer den ersten tag aber eh nicht schlecht ;)

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maroon5

heute bin ich das erste mal in der radio city music hall. dieser alt-ehrwuerdigen konzerthalle an der sixth avenue/51. street. es spielen maroon5. die mag ich ja nun sehr gerne und in so einem rahmen ist das gleich noch toller.
die radio city music hall versprueht - so aehnlich wie das empire state building - den charme der 50er jahre. irgendwie ist das eine atmosphaere wie in diesen alten doris day filmen, oder wie bei marilyn monroe’s “wie angelt man sich einen millionaer?” einen millionaer kann ich mir heute nicht erwarten, denn maroon5 ist ein typisches “frauenkonzert”. es gibt heute abend wohl drei typische konstellationen an konzertgehern:
1) die besten freundinnen. “und heute abend sehen wir uns den suessen saenger von maroon5 an!”
2) mutter-tochter. “och, ich mag die musik und du auch! endlich koennen wir mal was zusammen machen!”
3) freund-freundin. “ok, ich erbarme mich, dafuer darf ich mir soviel sport im fernsehen ansehen wie ich will fuer die naechsten drei monate!”
momentan mangelt es bei mir an konstellation 2 und 3 partnern und meine freundinnen hatten auch keine zeit, deshalb bin ich heute alleine da. finde ich aber nicht schlimm.
als vorgruppe treten “the donnas” auf. die sind eigentlich nett und die haben auch eine super gitarristin, aber nachdem sich erst die haelfte der zuschauern eingefunden hat, ist die stimmung noch nicht so toll.
als sie fertig sind, ist die music hall voll und alles ist bereit fuer maroon5. wie es in letzter zeit ja ganz modern bei konzerten ist, haben sie eine art “videowall” (so wie auf der aussenhaut des grazer kunsthauses), auf der die bunten laempchen nur so blinken. sie spielen einen hit nach dem anderen runter. ein paar tausend frauen und 10 maenner springen auf. die stimmung ist toll. maroon5 bleiben ihren fans nichts schuldig und spielen alles was sie haben (sie haben ja auch nur eine cd bis jetzt). als zugabe gibt es dann noch eine oasis-nummer, weil es die lieblingsband von saenger adam ist. auch gut.
ein aufregender abend in einer halle voll oestrogen ;)

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ein fischerspooner erlebnis

fischerspooner. auf die haben mich daniel und anika aufmerksam gemacht, als sie auf besuch da waren. warren fischer und casey spooner haben ein studio in williamsburg, wo allwoechentlich am donnerstag ein workshop stattfindet. irgendso ein kunstzeug halt. aber macht spass!
heute abend haben sie ihre cd-release-party. nachdem ich nun schon etwas schlauer bin, komme ich etwas spaeter hin, weil man ja sonst immer urlange auf alles warten muss. natuerlich sind ein haufen kuenstler da. einer cooler als der andere. fischer & spooner sind auch in der menge. gut, hab ich also noch nix versaeumt. matthias, ein arbeitskollege, ist auch gekommen.
sehr schoen: es gibt wieder mal free drinks. vodka mit vitamin water. tolle mischung. draussen beginnt es gerade in stroemen zu regnen und wir warten und warten. und nichts passiert. auf die waende wird eine art fischerspooner-event-doku projeziert. ich mache in der zwischenzeit ein cooles foto von fischerspooner vor einem pferd.
die getraenkereserven neigen sich dem ende zu und langsam gelangweilt frage ich einen anderen gast, wann die denn nun live musik machen anstatt ihr zeugs ueber eine anlage laufen zu lassen. “oh, they’re not going to perform tonight!”
na, sehr toll. sowas nennt sich nun cd-release-party. was fuer eine enttaueschung! als auch noch casey spooner vor mir nach hause geht, geb ich die hoffnung auf. da braucht man sich dann nicht wundern, wenn es websites wie www.fuckyoucaseyspooner.com gibt. dem inhalt zu schliessen, aber nicht von einem veraergerten fan gemacht ;) jetzt hab ich halt wieder ein ticket gekauft um im mai doch nochmal einer ihrer performances beizuwohnen.

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