June 2005

sobro….. und fulton fish market

zu jeder zeit muss es in new york ein neues in-viertel geben. man denke da an neighborhoods wie williamsburg oder ganz frueher mal soho…
zum in-viertel wird man natuerlich nicht von heute auf morgen. zu allererst sollte es mal die raeudigste ecke der stadt sein. dann braucht man einen haufen furchtloser und armer kuenstler, die sich die mieten im gerade aktuellen in-viertel nicht mehr leisten koennen. solche findet man schnell mal ;) die kuenstler ziehen dann in die raeudige ecke und renovieren alte haeuser, machen bars auf und schauen, dass sie mit performances oder ausstellungen oder einfach nur gutem essen (die koeche und barkeeper ziehen meistens gleich mit) auf sich aufmerksam machen.
dann schreibt die ny times drueber und so geht das dann dahin bis der letzte wallstreet-langweiler auch dahinziehen will.
heute besuch ich so eine potenzielle raeudige ecke. ich fahre meine freunde daniel und regina besuchen. die haben sich in einem apartment in der south bronx einquartiert. bettina hat mir die south bronx ja immer als supergefaehrliches hoellenloch beschrieben. aber bitte, wird schon nix passieren!
zugegeben, es schaut schon ein bisschen rauher aus, als guenes und ich aus der subway station bei der 139th strasse kraxeln, aber die leute (jo, alles african-american) sind eigentlich nett. erklaeren uns den weg…. alles super soweit.
so raeudig ist es dann auch wieder nicht. es gibt halt bloss nichts ausser projects und eher industriebauten. keine lokale, delis auf den ersten blick.
das apartment von regina und daniel ist sehr schoen. vom dach des gebaeudes geniesst man den ausblick auf harlem.
wir streunen dann ein bisschen durch die gegend. wirkt alles sehr ruhig. im restaurant um die ecke (es gibt auch nicht viele hier) ist leider geschlossene gesellschaft und in der bar nebenan ist alle voll, weil es gerade eine poetry performance gibt (siehe oben…. performances ;) auf jeden fall gehen wir dann ein stueckchen weiter und finden eine nette bar, wo es gratis hot dogs gibt. und die sind auch noch sehr gut.
ich bin ja gleich mal sobro-begeistert. hab ja sowieso eine schwaeche fuer die etwas erdigeren neighborhoods… harlem!
es ist schon 12 und guenes und ich machen uns auf den heimweg. im zug haben wir die geniale idee noch zum fulton fish market zu gehen. der sperrt aber erst so gegen 2, 3 auf. also noch zu mir. guenes schneidet mir zwischendurch die haare. also nur hinten, aber gar nicht schlecht.
und dann fish market. der ist unten beim south street seaport an der suedspitze manhattans. und glueck haben wir auch. heute ist der letzte tag, an dem der fish market hier ist (und er ist eine institution hier). er uebersiedelt naemlich in die bronx und ist dann nicht mehr so einfach zu erreichen. neben den typen, die da ihren fisch ausladen und zerteilen. zwei frauen erregen da natuerlich gleich wieder aufsehen. weil die touristen kommen ja erst so gegen 6 uhr.
jeder zweite fischzerteiler fragt uns dann, wer wir denn sind, woher wir denn kommen, blabla…. zum schluss kriegen wir aber auch das was wir wollen. unseren gratisfisch… schon praktisch ;)

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mermaids. sharks. jellyfishes. hotdogs.

ok. gerade erst heimgekommen von den russen, kann ich so ueberhaupt nicht schlafen.
und heute ist auch tag der mermaid parade in coney island. so sitze ich also 3 stunden spaeter schon wieder im Q-train.
das wetter ist praechtig und ich noch vollkommen uebernachtig. soll heissen: gar nicht muede.
die parade ist ziemlich nett. die haelfte der frauen laeuft im bikini herum und hat wohl die beste freundin gebeten, ihr mal schnell was auf den body zu painten. die maenner im poseidon-look. ein paar sehr fleissige haben sich fischernetze ihre alten vw-busse montiert oder plastikfische draufgeklebt.
alles sehr improvisiert, aber nett. dafuer, dass es ist groesste parade von irgendwas ist (new york, ostkueste, usa,…?) ist es aber auch wieder nicht so aufregend.
auf jeden fall treffe ich mich mit silvana beim aquarium. ich als tierfreak muss das ja auch gesehen haben. und das aquarium ist schon schoen. mit haien (aber in einem viel zu kleinen aquarium…) und einer spezialausstellung mit quallen. sieht schon interessant aus sowas.
zum abschluss des tages stell ich mich noch freiwillig eine stunde (!) bei nathan’s in die schlange um ein hotdog zu kriegen. wenn ich das vorher gewusst haette.
beim heimfahren bin ich dann schon etwas muede zugegeben. als ich dann in manhattan auf der schulter meiner nachbarin aufwache (oh, wie peinlich!!!), sehen ich echt nur mehr das bett herbei.

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auf nach brighton beach

die lehrer haben endlich ferien und sind in feierlaune. sehr gut. da ich ja auch schon sowas wie ein halber lehrer bin, nehmen die mich mit ins “national”, eine art variete im russischen brighton beach (sueden von brooklyn).
es dauert schon mal ewigkeiten bis ich mit der subway unten bin (muss ja als einzige noch arbeiten, deshalb komm ich spaeter). nach mehr als einer stunde herumfahren bin ich endlich da.
das national ist - sagen wir mal so - pompoes. alles irgendwie mit stuck, gold, dicken teppichen. es gibt eine buehne und davor eine tanzflaeche. die teachers sind schon fein am speisen, als ich komme. das essen ist supergut. in der mitte der tische (es sind alle groessere gruppen da) stehen platten, die andauernd aufgefuellt werden. getraenke kann man selber mitnehmen. ja, praktisch, wenn man noch alkoholvorraete zu vernichten hat. nach jedem haeppchen, das ich mir genehmige, kommt ein kellner gelaufen und bringt mir einen sauberen neuen teller. im laufe des abends verbrauch ich so sicher an die 20 teller. fuer das ganze essen plus show bezahlt man 50 dollar, was bei diesen guten sachen wirklich ok ist.
auf der buehne ist noch ruhe vor dem sturm. aber nachdem die erste saettigungsphase eingetreten ist, wird der saal abgedunkelt und die show geht los. russisches variete… wie ist das nun? ja also vom musikalischen her so wie song contest. eigenartige lieder in einer fremden sprache. dazu noch eigenartiger tanzeinlagen und kostueme, die so furchtbar sind, dass sie schon wieder cool sind.
da gibt’s schleier, huetchen, lack und leder. mit steigendem alkoholspiegel finden wir das aber alle sehr bald supercool. wir haben auch noch zwei echte russen am tisch, die uns die liedtexte uebersetzen. irgendwo hab ich noch videos und fotos, sonst kann sich wohl keiner vorstellen, wie das ganze ausgesehen hat. ich hab sowas zuvor halt noch nicht gesehen.
im laufe der nacht stuermen die wilden oesterreicher auch noch die tanzflaeche. endet tut die vodkaorgie bei einer art fruehstueck irgendwo bei sheepsheds bay.

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angie!

endlich mal ein konzert, auf das ich nicht alleine muss. silvana begleitet mich zu angie stone. nachdem ich mir gestern oasis reingezogen hab, tut so ein bisschen soul sehr gut. vor angie hoeren wir so eine art kleinen usher, aber tanzen kann er nicht. eine huehnerbrust, aber er singt ganz gut. er schwitzt sich die seele aus dem leib. die geben halt immer alles…
silvana und ich stehen 2. reihe. was fuer ein unterschied zum madison square garden, wo von ganz oben ja alles etwas “kleiner” aussieht.
angie ist eine wucht. gesanglich (obwohl etwas verkuehlt, aber mir waere das nicht aufgefallen) und auch was ihr auftreten betrifft. sie ist schon etwas dicker, aber hat eine ausstrahlung, echt toll. im publikum sind wieder mal wenige weisse, aber irgendwie hab ich die hiphop- und soul-konzerte schon sehr gern, weil die stimmung (und sind auch noch so wenig leute da) immer toll ist. heute ist es aber gerammelt voll.
sogar die background-saenger von angie wuerden so manchen hitparaden-star neidisch werden lassen. die haben alle tolle stimmen.
black music werd ich in oesterreich wohl am meisten vermissen… :(

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diese arroganten gallagher-brueder

ich kann mich ja noch erinnern, als ich meine erste oasis-cd gekauft hab. damals lief das unter dem motto “brit-pop”. fand die supertoll. und die zweite cd hab ich dann auch gekauft. und seit dem hab ich keine ahnung mehr, was die so gemacht haben.
und da sie zusammen mit jet ein konzert geben im madison square garden, hab ich gedacht ich geh mal hin.
hab einen ganz netten platz. ganz oben, aber dafuer erste reihe.
jet sind nett. soviel dazu. und nun: die arroganten gallagher-bruder. die immer ueber jeden schimpfen. auch ueber u2, was ich ihnen ja total uebel nehme. u2 ist halt schon die viel bessere band. aber was solls. hab ich schon erzaehlt, dass ich noel gallagher mal in london gesehen hab? der ging in einer ansonsten menschenleeren strasse in chinatown an mir vorbei. aufregend, wenn man sonst noch nix von der welt gesehen hat… ;) jedenfalls spielen sie am anfang zwei ihrer neuen lieder und die sind so lala. und ich freu mich schon irgendwie innerlich. haha, diese loser. zuerst ueber u2 schimpfen und selber sind sie die vollen langweiler…
aber es kommt ja immer anders. irgendwie besinnen sie sich auf die lieder, die wirklich gut sind und spielen fuer den rest des abends nur noch ihre alten sachen… don’t look back in anger, wonderwall, live forever, rock n roll star, champagne supernova…
und sie sind wirklich gut. damn! aber u2 sind sie halt noch lange nicht. meilenweit entfernt!

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my best yankee game ever

schnell raus aus dem buero und mit dem express zum yankee stadium. vielleicht seh ich ja heute endlich mal mariano rivera. ich find das nicht komisch, dass ich mir da ein tshirt kaufe und dann spielt er nie…
bin mit rainer, dieter, rene und martina da. alles lehrer. aber ich glaube ihr kennt die eh schon alle von meinen erzaehlungen. fuer rainer, rene und martina ist das spiel die yankee-premiere. das wetter ist schoen und die stimmung ist gut. die yankees spielen gegen die devil blue rays aus tampa bay.
randy johnson pitcht am anfang. und sowas von schlecht! wir können nur noch den kopf schuetteln. tampa bay führt gleich mal. im vierten inning 10:2!!!! und bis zum fuenften inning tut sich fuer die yankees sowieso nix. wir sind schon ein bisschen enttäuscht. wir rechnen mit gar nix mehr. stimmung: am tiefpunkt.
aber nachdem die bronx-bomber (so heißen sie auch) nie verlieren, wenn ich da bin, lassen sie sich was besonderes im 8. inning einfallen: 13 runs! ein ganzer haufen homeruns… und so double und triple oder wie das heißt. bernie williams ist in topform. hideki matsui auch. jeder schlag ein treffer und schon wird home-gerunnt… da koennen sie naemlich von glueck reden die yankees. weil alle so richtige kraftbolzen sind, die zwar hart schlagen, aber eben nicht schnell rennen koennen. bei einem homerun hat man aber eh alle zeit der welt, weil der ball eh im nirvana ist. die baelle fliegen dann immer in die zuschauermenge und es gilt als ultracool so einen zu fangen. ich hab leider noch keinen gefangen, weil ich prinzipiell woanders sitze. aber ich wuerde mir sowieso nur die hand brechen…
sehr schön das spiel also. das beste, das ich bis jetzt gesehen hab.. das stadium: ein hexenkessel. schlussendlich gewinnen sie 20:11 und wir sind alle froh, dass wir dabei waren.
am allertollsten find ich ja auch immer die wortspiele und sprüche passend zu jedem spieler, wenn er eben was gerissen hat, auf der anzeigetafel… was gibt’s da?
gary sheffield: SHEFF SPECIAL (mit ein paar kochhauben)
bernie williams: BERN BABY BERN (mit flammen)
hideki matsui: GODZILLA
ruben sierra: SEE-YA-RA
mussina: MOOOOSE
und so weiter und so fort. stell ich mir als job ja super vor. den ganzen tag so wortspiele basteln und kitschige animationen dazubauen…
ach ja: rivera hat nicht gespielt. langsam überleg ich mir ein bernie williams tshirt zu kaufen.

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movienight…

barbra streisand und robert redford anschauen. auf einer großen leinwand im bryant park. “the way we were” oder so ähnlich. günes, dieter, rainer, gudrun und ich befürchten was langweiliges. und so ist es auch. gudrun ist die deutsche fotografin, mit der ich mich mal getroffen habe. new york ist ja die stadt des kontakte knuepfens. networking sagt die juliane dazu. ich finde das gut. so lernt man viele leute kennen und man kann sich gegenseitig helfen. und für fotografie kann ich mich ja sowieso begeistern.

wie gesagt. der film ist langweilig. barbra rennt robert hinterher und aus der ganzen sache wird nichts. die abschlussszene des films haben sie mal in einer sex and the city szene verwurstet. vielleicht sind deshalb soviele “ich möcht so gern wie carrie sein”-mädels da. die wiese im bryant park so voll, dass man auch nicht früher gehen kann. rainer schläft bei der halbzeit ein und der rest vernichtet chips und getraenke. wundersamer weise ist man nach 4 stunden am boden sitzen. (2 stunden warten und 2 stunden film) total k.o.

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odyssee auf long island

ich bin ein heidi fan. heidi klum. tjo, warum nicht? die ist ja nett. aber ich mag ja sowieso jeden… und heidis mann ist seal. wieder mal ein guter grund fuer ein konzert. dummerweise ist das diesmal in der oyster bay. irgendwo auf long island. anfangs wollten alle mitgehen. schlussendlich fahr ich wieder mal alleine. macht auch nix. dauernd leute um mich, macht mich eh wahnsinnig ;) (deshalb leb ich ja auch in einer dichtbewohnten grossstadt und geh dauernd auf konzerte, wo viele menschen sind). macht alles keinen sinn, was ich schreibe, oder?
auf jeden fall sitze ich in der long island rail road und mache mir schon gedanken, wie ich heimkomme. es gibt naemlich keinen retourzug. aber probleme loest man dann, wenn es soweit ist.
da kommen sie schon. 1. problem. auf dem bahnhof gibt’s kein taxi (auch keine telefonnummer und mein handy ist heute auch leer). normalerweise ist es so ueblich, dass taxis an den bahnhoefen auf long island warten, weil wie kommen sonst die ganzen leute irgendwo hin… es ist keine menschenseele da, ausser einer frau, die kein englisch spricht und auch ein taxi braucht. super! irgendwie komm ich doch noch zu meinem taxi. der fahrer legt einen hoellenritt hin, weil ich eh schon zu spaet bin. es ist schon stockfinster und ich hab keine ahnung wohin es geht… (hatte irre probleme beim taxi bestellen, weil ich dachte es heisst “planetarium blablabla” anstatt von “planting fields”)
ich lande in einer obskuren gartenbauanlage mit gewaechshaeusern und einem kleinen park. musik hoer ich nur leise. gut. vorband versaeumt, aber ich bin ja eh wegen seal da. der park ist “packed” mit picknick-people. ich hab ja nur ein lawn-ticket und keinen sitzplatz. heisst ja aber nicht, dass ich nicht 1. reihe lawn stehen kann, was ich auch mache. zusammen mit ein paar anderen rebellen. die campingsessel-meute hinter uns regt sich auf und die security schiebt uns dann einen meter zur seite.
sicht noch immer grossartig. haha. normalerweise binich nicht so ein ego-typ (hinter mir steht aber auch nur ein baeumchen), aber ich hab schon eine moerderanreise hinter mir, bin durstig, hungrig und hab keine ahnung wie ich heimkomme, also will ich wenigstens seal “sehen”.
das konzert ist toll. seal ist natuerlich grosse klasse. heidi ist glaub ich nicht da. ich hoffe ich kann euch ein paar fotos und videos online stellen…
und nun zur heimreise. ich frag ein paar leute, ob es busse gibt oder einen bahnhof in der naehe mit service rund um die uhr. ja. gibt es. hicksville. und ist nicht weit. ich borg mit von anderen leuten ein handy und ruf das taxi wieder an. angeblich soll es schon draussen warten. ja. aber leider nicht fuer mich. das schnappen sich schon ein paar gerissene manhattan-people…
ok. beim reden kommen die leute zusammen. da warten noch ein paar maedels und ich frag sie mal, wo sie hin muessen. queens. sehr schoen. noch weiter weg als ich (also doch nicht weiter… siehe kommentar). zu aller freude werden sie aber von irgendeinem freund abgeholt und bis irgendwo nach queens gebracht. und verena darf auch mitfahren. sehr cool. ich steig irgendwo im niemandsland der koenigin aus. subway. ich warte und warte. dann die durchsage, dass die subway nicht faehrt. ich muss mit irgendwelchen anderen hin und retour fahren und umsteigen. irgendwie komm ich doch heim. bin fast stolz. der kleine abenteurer in mir!! haha.

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und nun mit harten bandagen….

das ganze ist zwar peinlich. aber so ist es mal in new york. es ist heiss geworden und wir haben im apartment nun eindeutig zu viele roommates: kakerlaken. das ist einfach die hoelle. und wir haben ein sauberes apartment. mit wochenputzplan und wir lassen kein essen herumliegen. aber es hilft nix. altes haus, ritzen, loecher und wahrscheinlich ein paar messy neighbors.
und wenn ich nun jeden tag kakerlaken im zimmer finde (zwar sind sie ganz klein), dann ist das einfach zuviel. ich kann nicht mehr schlafen, weil ich dauernd phantomgeraeusche von kakerlakenfuessen auf meinen postern an der wand hoere und das fenster ist auch geschlossen, weil sie sonst ja da hereinkommen.
mit silvanas hilfe habe ich mir nun eine ganze ladung gift besorgt. in allen varianten (gel, spray und leimfalle). und ab heute samstag, 12 uhr, wird zurueckgeschossen.
ich raeume mein ganzes zimmer aus. alles was drin ist (ganz schoen viel, was sich da zusammensammelt). auch mein bett kommt raus. dann wird alles mit einem superstrong putzmittel klinisch sauber gemacht. da ist ammoniak drinnen. im putzmitteldampf gibt es fuer mich nur einen gedanken: toeten! ich muss sie alle toeten! nun ja eigentlich toete ich sie ja jetzt nicht. ich mach nur alles so, dass es ihnen bei mir nicht mehr gefaellt. als naechstes kommt das gel in alle ritzen. und dann das spray. und wie das stinkt. hab schon sorge, dass es mich selbst umblaest. zum schluss die falle.
total k.o. bin ich nach der ganzen prozedur.
ich hoffe, das hilft.

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brooklyn party

diese lehrer. da hab ich mir nun das ganze jahr angehoert wie unvorstellbar es ist, lehrer zu sein. und wie lieb ruhig war ich das ganze jahr im apartment, weil bettina und reingard ja entweder vorbereiten oder frueh ins bett muessen, weil die kids in der schule ja superanstrengend sind.
alles hat ein ende. so auch das schuljahr und niemand freut sich mehr darauf als ich. endlich keine schulthemen mehr (ich kenn ja so viele lehrer…).
die lehrer feiern das auch. und zwar in der dieter-rainer-martina-martina-wg in park slope. die wohnen sehr idyllisch zwischen zwei dicken, fetten highways ;) und mit aussicht auf die manhattan skyline. geht doch nix ueber eine rooftop party.
der nudelsalat ist supergut! und die DJs wechseln staendig zwischen nyc (hiphop) und wien (partyklassiker, falco!) hin und her…
was mir auffaellt: amerikaner sind nun schon darauf abonniert uns europaeer fuer supersmart zu halten. man braucht nur sagen, dass man aus oesterreich ist und schon sind sie ganz ehrfuerchtig…
als allererstes ist es mal “awesome! austria, that must be so awesome! i will go there. how is it?” und dann redet man eben weiter und irgendwan hoert man dann sowas wie: “oh, wir armen amis, unsere schulen sind schrott und ihr seid alle so smart und in europa mag uns auch niemand!” ist natuerlich uebertrieben, wie ich das da so formuliere, aber irgendwie kommt das so raus… was ist nur los mit den amis? sonst immer super arrogant und jetzt auf einmal selbstmitleid? oder treff ich immer nur die ausnahmen? oder ist das alles nur gelogen?

wenn ich wieder mal auf meinen webserver gelange, gibt’s als schmankerl auch ein kleines nettes party-video featuring martina und dieter aka david und gwen….

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