June 2005

roadtrip

das beste wisst ihr ja noch gar nicht.
ich hab im juli drei wochen frei und fahre quer durch ganz amerika von osten bis westen die route 66 entlang. zusammen mit reingard, martina und dieter hab ich mir ein auto gemietet und am 2. juli geht’s los. zuerst nach philadelphia zum grossen live8-konzert und dann nach nashville, memphis (graceland!) und irgendwo in oklahoma city treffen wir dann auf die route 66. da geht’s dann nach arizona und new mexico… und las vegas auch. und der grand canyon. das wird ein spass. und enden tut das ganze in kalifornien. zuerst l.a. und dann noch san francisco. von dort fliegen wir wieder heim. heim nach nyc. cooooool!!!
hab mir schon einen zweiten kamera-akku besorgt und natuerlich schreib ich schoen brav meinen blog weiter.

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der job und das heimgehen

im buero laeuft alles bestens. ich hab auch mit michael mal ueber die zukunft geredet. ich kann also bleiben und sie besorgen mir ein visum und blablabla. das ist ja alles schoen und gut. und nyc ist ja auch so toll. und ich wanke. dableiben. dableiben.
hier also die gruende warum ich heimgehe (damit ich das nicht jedem per email extra erklaeren muss):
1. ich vermisse meine familie und freunde daheim
2. im job lern ich nix neues mehr dazu
3. nyc ist so freizeitanstrengend, dass mich ein jahr laenger toeten wuerde
4. es wird mal zeit fuer einen richtigen job
5. ich teile mein apartment mit haustieren. und es ist keine katze…. (und so geht es vielen new yorkern. da kann man putzen was man will)
6. wenn ich jetzt heimgehe, heisst das ja nicht, dass ich nicht wiederkommen kann.
7. so eine grosse stadt. und ich bin ein landkind.

ein grund, warum heimgehen schwer ist:
1. es ist halt schon nyc. irgendwie geht alles so einfach. hmm…

so. und jetzt kommt bald mal der roadtrip und dann mach ich mir noch einen genialen sommer!

und damit ich dauernd alle nachfragen:
ich fliege am 17. september heim!

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kuehlschrank

ich bezeichne mich selbst ja gerne als rossnatur und bin auch super stolz drauf, dass ich so gesund bin und ausserdem muss ich alle immer gleich ruegen, wenn sie zu irgendwelchen medikanten greifen. bin halt ein besserwisser. jo…
nachdem aber gerade der sommer so richtig angefangen hat, ist es zeit fuer mich endlich mal krank zu werden. dazu muss ich auch gar nichts tun. einfach nur ins buero kommen und sich wie ms. freeze fuehlen. den ganzen tag blaest die klimaanlage (an und fuer sich ja eine gute sache) auf kuehlschranktemperatur. alle laufen im buero im langaermligen shirt oder jacke herum und ein paar niesen auch. so kalt wie im buero war es den ganzen winter nicht (weil da heizen sie ja ein wie die irren). ich versteh sie nicht. sorry. sie haben so absolut null gefuehl fuer das richtige mass.
auf jeden fall hab ich die superschwere erkaeltung. es gibt nix schoeneres als abends beim buero raus und endlich mal waerme zu haben.

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mr. a-z!

ich mag die alanis ja schon (und sie spielt heute abend in der radio city music hall), aber eigentlich bin ich nur wegen ihm hier: jason mraz! den find ich einfach toll. da sitzt er nun auf der buehne und hinter ihm stehen die buchstaben MR.A-Z auf vier grossen tafeln.
er unterhaelt das publikum allerbestens. spielt seine songs und der rest ist fast schon comedy-programm. leider viel zu kurz.
alanis ist ganz gut. sie spielt gluecklicherweise fast nur sachen von ihrer 1. cd. das ganze ist “unplugged” (was auch immer das heisst, wenn man eine band hat und mit verstaerkern in der rcmh spielt) und deshalb ein bisschen ohne drive. das ganze ist ein konzert dieser art: freund erbarmt sich freundin und geht mit ihr hin oder die besten freundinnen lassen noch einmal die teeniezeit aufleben mit alanis’ hits. eine reihe vor bettina und mir sitzen drei maedels die sich waehrend des ganzes konzerts an den haenden halten… ???
alanis ist gut aber wohl nicht mehr so ganz am puls der zeit. die zornigen jungen frauen waren dann ja auch in den 90ern. jetzt gibt’s halt beyonce.

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tosca im central park

und gleich nochmal in den park. heute gibt’s tosca im central park. das ganze schaut aus wie ein einziges grosses picknick. guenes hat einen platz reserviert. ich komm nach (jaja, die working people). es ist schon ziemlich schwierig guenes ueberhaupt zu finden und dann noch ueber die unzaehligen decken, taschen und picknick-koerbe zu krabbeln.
schlussendlich finden wir uns doch noch. ich beneide die leute mit ihren coolen picknickstuehlen. auf unserer decke findet sich so einiges. viele leute und viel gutes essen. von der oper kriegen wir nicht viel mit. 1. weil zu weit weg. 2. weil sowieso alle nur essen und reden. 3. weil wenn du die geschichte nicht kennst, verstehst du sowieso nix.
aber schoen ist es allemal so ein picknick im park.

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der typ von trapper john

kennt ihr noch jackpot? den krankenpfleger von trapper john? nun, der ist nicht mehr ganz so jung und so wie aussieht ein broadway-star. ich sehe mir mit guenes, silvana (das extremste sonnenbrand-opfer, das ich je gesehen hab) und heath “broadway under the stars” im bryant park an.
silvana ist schon seit ewigkeiten da, damit wir mit unserer decke auch einen platz fuer unser mini-picknick haben. man kann sich nicht vorstellen, wie viele leute auf so ein stueck rasen passen.
die musikalischen darbietungen sind ganz nett. und dieser jackpot tritt auch auf. und auch der serien-papa von alias-jennifer-garner. das problem ist eher die schlechte luft. muss man sich mal vorstellen. wir sitzen hier im freien auf einer wiese zwischen baeumen und ich bin kurz vor dem ersticken. es ist eben heiss (am abend!) und wir sitzen wir die oelsardinen nebeneinander. puhh!!!!
was das ganze noch lustiger macht: die amis machen aus der ganzen sache ein kommen und gehen. alle 30 sekunden stolpert jemand ueber deine decke weil er mal pipi muss, oder - wie es so brauch ist - fruehzeitig geht.

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montauk

nach soviel musik und tamtam, muss auch mal entspannung her. ich fahre mit der englisch-gruppe der oesi-lehrer nach montauk. samstag und sonntag. nachdem die alle erst so im laufe des tages eintrudeln wollen und das gegen meinem prinzip des effizienten ausnutzens eines tages geht, fahr ich schon ganz frueh mit dem zug hin.
montauk liegt am alleroestlichesten zipfel von long island (noch oestlicher gibt es nichts mehr). mit dem zug von penn station fahre ich da 3 stunden.
um 11 uhr bin ich da und ich begebe mich gleich mal richtung strand. es ist bewoelkt aber nicht kalt.
mmh. meeresluft. sandstrand. so wie’s mir gefaellt. fuer eine halbe stunde begeb ich mich auf eine odyssee-hafte suche nach einem klo, aber auch das klappt :) in den usa ein klo finden, ist nicht immer einfach. aber das ist eine andere geschichte.
ich geniesse also ein bisschen zeit allein mit lesen (lese gerade das geniale buch von meinem koch-hero anthony bourdain “a cook’s tour” - er beschreibt gerade wie sie in portugal ein schwein schlachten und dann tagelang essen und essen und essen).
als naechstes trudeln reingard, dorit, anita und kristina mit dem bus ein. sie haben schon ein zimmer. wie praktisch fuer mich. wir geniessen noch eine zeit den strand bis ich mir einen sonnenbrand an den fuessen hole (der einzige teil, den ich nicht eingeschmiert hab! - schlauberger). und der hunger ruft. nachdem wir schon am meer sind, genehmigen wir uns austern und muscheln und bier. mit dem richtigen essen warten wir bis die anderen endlich eintrudeln. die kommen dann erst um 6 uhr an (dieter, rainer, martina und eric (der lehrer, dieser englischgruppe)).
hungrig wie die woelfe (bei so einer auster kommt halt nicht viel her) gehen wir dann essen. krabben in pfeffer-limonensauce und spinat. sehr fein halt.
das glas wein dazu fegt mich fast vom sessel.
danach geht’s in ein “dive”. das ist der amerikanische ausdruck fuer so eine richtige raeudige bar kann man mal sagen. das ganze ist im memory hotel. kennt jemand den rolling stone song? richtig. die rolling stones haben in montauk in dieser bar gespielt. heute abend spielt eine andere band. auch schon alte herren. und da jetzt der sonnenbrand so richtig durchkommt geh ich schlafen. ich hasse es als einer der ersten heimzugehen, aber es tut halt mal weh und die musik ist nicht so gut. es ist erst 1. und kaum liegen dorit und ich 20 minuten in unserem bettchen kommen auch schon die partypeople und schaffen es uns in eine andere bar zu verfrachten. (bin ja so leicht zu ueberreden) die zweite bar ist viel besser. da wird dann auf der theke getanzt. was mir auffaellt. fernseher in der bar sind anscheinend pflicht. schliesslich will man doch auch um 3 uhr in der frueh baseball schauen, oder?
um 5 uhr frueh sitzen wir dann am lagerfeuer und unterhalten uns mit polnischen koechen, die besser spanisch als englisch koennen. dann kommt endlich mal das sandmaennchen…
fruehstuck. ich kann dem amerikanischen fruehstueck so ab und zu schon was abgewinnen. wie es sich gehoert muessen wir eine halbe stunde vor der tuer warten, um einen tisch zu kriegen. es ist aber eh schon mittag. ich kann dieter von der sharing-methode ueberzeugen (daheim mach ich das immer). also unterschiedliche sachen bestellen und teilen, so kann man mehr durchprobieren. banana pecan pancakes und eggs benedict… mmmh.
anschliessend wird am strand herumgeluemmelt. ich wechsle da lesen mit schlafen ab. schon sehr gemuetlich. das rauschen des meeres hoeren. als abschluss fahren wir noch zum leuchtturm. der ist am alleroestlichsten, hat aber schon zu. dafuer komm ich dann endlich zu meinem lobster, auf den ich mich schon das ganze wochenende freue. zwar in form einer lobster roll, aber die ist sehr gut.
dann geht’s richtung heim. ich habe mir montauk ja sehr mondaen vorgestellt. mit villen und so. eigentlich ist es eher ein rustikales fischeroertchen mit ein paar surfergeschaeften und restaurants. so richtig nobel wird es dann beim heimfahren, als wir durch die hamptons fahren… tja, da koennte ich es auch aushalten.

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the peas im apollo

ich geb’s zu: konzertmaessig ist im blog viel los. deshalb nur kurz: heute abend. die black eyed peas im apollo in harlem. wie genial. mit bettina, ihrer cousine sabine (das reimt sich, und was sich reimt ist gut!), dieter und rainer…
talib kweli rappt schnell mal als support (ich mag den!!!) und dann die peas. manno, die koennen aber tanzen. und stimmung ist auch super. obwohl sie zeitweise ein bisschen viel reden und so dahin-jammen und die leute eigentlich nur ihre songs hoeren wollen. ich find’s klasse und beneide die vier um ihre dance-moves und wie cool sie sich anziehen. ein riesenspass.
foto- und videografieren ist im apollo ja wirklich schwierig. deshalb gibt’s nix, meine lieben.

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indie. gut und doch langweilig.

heute abend mal kein hiphop. indie. mit herrn steven malkmus. der war mal saenger von the pavement. das ganze im irving plaza. kennen wir ja schon. dieter ist auch mit. bevor steven kommt, gibt’s noch ein kettensaegenmassaker. die band heisst peik und die zwei typen und das maedel an der bassgitare gehoeren fuer das was sie machen, eigentlich der polizei uebergeben: sie machen einfach nur lauten krach. das ganze sind zwei einzige lange stuecke in einer lautstaerke, die uns dazu veranlasst, oropax zu kaufen. vor uns steht auch noch so ein uebercooler typ mit einem tshirt, wo drauf steht: “if it’s too loud, you’re too old!” nyc kann ja so brutal sein.
endlich sind die weg. applaus ist so gut wie keiner vorhanden und ich wuensche den “musikern”, dass sie sich das auch zu herzen nehmen. so wenig stimmung hab ich bei einem live-konzert ja noch nie gesehen.
dann wird mal eine runde gewartet und steven kommt. was soll ich sagen. so ein bisschen mager, haare verstrubbelt, sehr “indie” halt. rund herum alles eingefleischte fans, die bei den anfangstakten schon wissen, was jetzt kommt. ich muss sagen, jedes lied hoert sich gleich an. und der steven ist schon gut. aber irgendwie ist das auch ein bisschen langweilig. hmm. der steven soll doch bitte mal bei der alicia keys vorbeischauen, damit er weiss, was stimmung ist.

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alle auf einmal!

es ist schon toll, dass reingards derek concert promoter ist. so faellt ab und zu fuer die konzerthungrige meute ein freiticket ab. und diesmal sogar vier tickets. und fuer was fuer ein konzert! der grosse hot 97 summer jam. hot 97 ist ein hiphop-radiosender. eingepackt: die neo-hiphop=fans: dieter, und 2xmartina.
das ganze findet im giants stadium (open air) in new jersey statt, wo normalerweise american football gespielt wird. und hier gleich mal, auf was ich mich wie ein kleines kind freue: kanye west!, snoop dogg, the game, ludacris, cam’ron, und und und.
die sitze sind genial (gibt keine stehplaetze bei diesem konzert, keine ahnung warum) und das wetter ist superschoen.
es sind zugegeben nicht so viele weisse im publikum. wir sind also exoten ;) die stimmung ist grossartig. zwischen den einzelnen rappern, machen die DJs musik.
sogar ice-cube schaut mal kurz vorbei. bei hiphop-konzerten wimmelt es ja nur so von gaststars.
als dann endlich kanye kommt, ist sowieso alles super… wieder mal sehr huebsch angezogen, wie immer. sieht man am foto aber nicht. und als ueberraschungsgast holt er - bitte alle festhalten!!! - jay-z auf die buehne. seinen mentor quasi… das ich sowas noch erleben darf. jay-z steht mal eine zeitlang nur so da und hoert sich an, wie die menge immer lauter und lauter wird. das dauert sicher 5 minuten. und dann spielt er kurz mal hiphopgott. zeigt, dass alle ruhig sein sollen. hebt den rechten arm. die fans rechts jubeln. aus. hebt den linken arm. links jubel. aus. und so geht das eine zeit lang und anscheinend kann er mit den fans machen, was er will. dann rappen sie gemeinsam zwei lieder und alle sind gluecklich. jaja, der hat’s wirklich drauf, der jay-z.
ein weiterer hoehepunkt ist dann der auftritt von the game. und weil ihr euch da wahrscheinlich nicht auskennt: the game war mal mitglied von 50 cents “g-unit”. die rapper streiten untereinander ja alle gern. die leben sowieso in ihrer eigenen welt und wer da nett ist, hat schon verloren. und 50 und game sind halt schon zwei waschechte gansterrapper. von kugeln durchloechert, drogendealer,…
in meinen augen sind das alles kasperl. ok. weiter. auf jeden fall ist game superangfressen auf den 50 und schimpft was geht ueber die “g-unit”. will da lieber nicht wiederholen, was der da so sagt. dann bringt er (show, show, show) noch seinen kleinen sohn harlem auf die buehne und rappt mal was. zum schluss wirft er dann noch seien g-unit-kette in die menge. wer die gefangen hat, kann die auf ebay sicher super zu geld machen.
als headliner kommt zum schluss noch der liebe snoop. den kenn ich ja schon. von den vorhergehenden 4-stunden-konzertmarathon sind aber schon so viele leute muede, dass sie in scharen das stadion verlassen. wir vier bleiben aber da und geben uns noch den snoop, den das voll egal ist, ob da jetzt nun 5 oder 30.000 leute da sind. und er ist schon gut. zum schluss drehen sie ihm einfach das mikro ab. frechheit!
so k.o. war ich nach einem konzert schon lange nicht mehr. 5 stunden!

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